20. Juli 1944 - Operation "Walküre" Das Attentat auf Adolf Hitler

Mooki
Abgeschirmt von der Öffentlichkeit hat der Dreh des Stauffenberg-Films in Brandenburg begonnen. Zugleich jährt sich das gescheiterte Attentat zum 63. Mal.
Der umstrittene Hauptdarsteller Cruise wird von Paparazzi gejagt.

Mit Ferngläsern versuchen sie am Himmel oder auf der Rollbahn irgendetwas Spannendes zu erhaschen - am besten Hollywood-Star Tom Cruise (45) in schnittiger Uniform (siehe Anhang). Doch weder die zahlreichen Schaulustigen hinter dem Flatterband am Ende des alten Flugplatzes Löpten in Brandenburg noch die Einwohner des kleinen Ortes bekommen den Schauspieler zu Gesicht. "Er ist am Set", versichert eine Sprecherin der Produktion am Donnerstag - gerade ist in Löpten die erste Klappe für den Hollywood-Thriller "Valkyrie" über das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 gefallen.

Quelle : Stern.de

20. Juli 1944 - Operation "Walküre" Das Attentat auf Adolf Hitler

Mehrere hohe Militärs waren an Planung, Vorbereitung und Durchführung beteiligt, u. a. Friedrich Olbricht, General der Infanterie, Generaloberst Ludwig Beck, Generalmajor Henning von Tresckow, Feldmarschall Erwin von Witzleben - und Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Letztgenannter hatte freien Zugang zum Führer-Hauptquartier. Er sollte das Attentat ausführen.

Am 20. Juli 1944 schließlich befand sich Stauffenberg im Führer-Hauptquartier. Dort hinterließ er eine Mappe mit einer Bombe und entfernte sich. Aus sicherem Abstand wartete er die Explosion ab und flog anschließend zurück nach Berlin - in dem Glauben, das Attentat sei geglückt.

Doch Hitler überlebte das Attentat leicht verletzt und auch die von den Widerständlern eingeleiteten Umsturzpläne vereitelten die Gefolgsleute Hitlers. Die meisten der an dem Attentat Beteiligten wurden kurz darauf wegen Hochverrats erschossen.

Weitere Infos sowie Placemarks und Overlays in der KMZ
Terz
Vom Flughafen Rangsdorf flog Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20.7.1944 um 7:00 Uhr in Richtung Wolfsschanze.
Mooki
Der von Terz gepostetet Flugplatz Rangsdorf wird für den Film "Valkyrie" von Tom Cruise auf dem ehemaligen Dezentralisierungsflugplatz des Jagdgeschwaders 7 der LSK der NVA in Klein Köris nachgebaut.

Das Ransdorfer Gelände existiert zwar noch, aber Ruinenlandschaft dürften den „Valkyrie“-Verantwortlichen allzu unübersichtlich erschienen sein, ebenso wie das teilweise abgerissene und zugewucherte Ensemble der früheren Infanteriekaserne in Döberitz am westlichen Stadtrand Berlins, von wo aus Einheiten des Heeres ausrückten, um den Aufstand gegen Hitler zu unterstützen.

Etwas weiter östlich in Hermsdorf-Mühle werden in einem mit Kulissen bebautes Waldstück - das im Frühjahr durch einen Brand gelichtet - weitere Aussenaufnahmen z.B. in der nachgebauten "Wolfsschanze" gedreht.
Zu diesem Drehort führt eine mit Asphalt qeflickte Plattenstraße. "Den Weg dahin haben die extra ausgebessert, damit die Schauspieler nicht aus dem Auto fallen" - O-Ton eines Forstarbeiter.
Terz
Elf Verletzte bei Dreharbeiten für Tom-Cruise-Film

Nach dem Unfall mit elf Verletzten am Set des Tom-Cruise-Films „Valkyrie“ in Berlin erheben Zeugen und Geschädigte Vorwürfe gegen die Produktionsgesellschaft.

Die Komparsen hätten die Verantwortlichen bereits bei den Proben Anfang vergangener Woche auf Mängel an dem Lastwagen aufmerksam gemacht, der dann am Sonntagabend verunglückte. Das berichteten am Montag mehrere der Film-Statisten.
Mehrmals hätten die Komparsen, die Wehrmachtssoldaten spielten, sich gegenseitig, aber auch die Produktionsleiter gewarnt, dass auf der Ladefläche des Pritschenwagens Teile lose waren, sagte der 36-jährige Statist Alexander Klute. Die Verantwortlichen hätten darauf aber nicht reagiert. Es habe lediglich „kosmetische Reparaturen“ gegeben.
In einer Kurve löste sich bei dem defekten Laster dann eine Ladeklappe, 20 Statisten fielen von dem Wagen. Sie erlitten bei dem Sturz vor allem Prellungen und Platzwunden am Kopf, wie die Polizei mitteilte. Cruise selbst war an diesem Abend nicht an den Dreharbeiten beteiligt. Von der Filmproduktion United Artists war zu den Vorwürfen der Komparsen keine Stellungnahme zu erhalten.
Auch die Fahrer anderer Wagen hätten die Filmemacher auf Mängel an den Fahrzeugen, darunter defekte Bremsen, hingewiesen, sagte Klute, der eine Beckenprellung erlitt. „Die Produktionsfirma hat mit unserem Leben und unserer Gesundheit gespielt.“
Die Polizei ermittelt nach dem Unfall wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der Lastwagen wurde beschlagnahmt. Da es sich um einen Arbeitsunfall handelt, wurde auch das Landesamt für Arbeitsschutz eingeschaltet. Es gehe unter anderem um die Frage nach dem Status der Beschäftigten und eventuelle Schadenersatzforderungen, hieß es dort. Ein Sprecher des Landesamtes forderte die Filmbranche auf, den Arbeitsschutz endlich als „ernstes Thema“ zu begreifen. Wegen der Vielzahl von Beteiligten an Sets trete die Verantwortung für die Sicherheit der Komparsen oftmals in den Hintergrund. „Wer befiehlt, ist aber verantwortlich“, sagte der Sprecher. Das könne beispielsweise der Ausstatter, der Produktionsleiter oder der Regisseur sein.
Die Dreharbeiten waren nach dem Unfall zunächst abgebrochen worden. Am Montag wurden die Arbeiten nach Angaben der Produktionsfirma aber planmäßig wieder aufgenommen. Bis Ende Oktober drehen Cruise und sein Team in Berlin und Brandenburg.
In dem Film von Regisseur Bryan Singer spielt Cruise den Hitler-Attentäter Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Der Film um das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 wird zum Teil am historischen Schauplatz im Berliner Regierungsviertel gedreht. Am Sonntagabend wurde am einstigen Reichsluftfahrtministerium in der Wilhelmstraße, dem heutigen Bundesfinanzministerium, gedreht.
Der Film mit Cruise in der Hauptrolle war in die Kritik geraten, weil der Schauspieler Anhänger der umstrittenen Scientology-Organisation ist. Das Filmteam erhielt außerdem keine Drehgenehmigung für den Berliner Bendlerblock, wo Stauffenberg und drei Gleichgesinnte hingerichtet wurden.
Starbuck
Möchte hiermit den genannten Bendlerblock, sowie die 'Gedenkstätte Deutscher Widerstand', dem Ort, an dem Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und drei seiner Mitstreiter hingerichtet wurden, der Vollständigkeit halber nachreichen.