Ares I

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Ares I

Ares I-X ist die Bezeichnung für den ersten Testflug der Ares-I-Rakete im Rahmen des Constellation-Programms. Hauptziel des Fluges ist die Validierung der Steuerungssoftware für eine der Ares I ähnlichen Rakete sowie die Überprüfung von wichtigen Flugeigenschaften der Rakete, vor allem der ersten Stufe.



Aufbau der Rakete
Die erste Stufe besteht aus einem vom Space Shuttle abgeleiteten Feststoff-Booster mit vier aktiven Segmenten und einem inaktiven Segment. In der endgültigen Version der Ares-I-Rakete werden fünf aktive Elemente (im Gegensatz zu vier beim Space Shuttle) für den nötigen Startschub sorgen.
Die zweite Stufe ist vollständig inaktiv und besteht aus Massesimulatoren für Oberstufe, Service- und Kommandomodul. Die Oberstufe enthält zudem ein Avionik-Element, welches die Daten des Fluges auswertet und zur Bodenstation sendet.

Start der Ares I-X

Erster Startversuch
Der erste Startversuch war für den 27. Oktober 2009 geplant, jedoch wurde die Rakete nicht gestartet. Hauptgrund hierfür war das Wetter, das während des gesamten vierstündigen Startfensters mehrmals die in den Startregeln festgeschriebenen Limits überschritt. Zudem entstanden wegen eines Frachtschiffs in der Sicherheitszone und wegen einer Sensorabdeckung, die sich nicht lösen wollte, weitere Verspätungen. Insgesamt wurde der Start zehn Mal um unterschiedliche Intervalle verschoben. Eine der Verschiebungen wurde nur 2 Minuten und 39 Sekunden vor einem möglichen Start angeordnet, nachdem das Wetter nach Wiederbeginn des vierminütigen Endcountdowns erneut umschwang. Man entschied sich kurz nach dem Abbruch des Countdowns dazu, am nächsten Tag einen neuen Versuch zu unternehmen.

Zweiter Startversuch und Flugverlauf
Aufgrund der instabilen Wetterlage musste der Countdown zum zweiten Startversuch am 28. Oktober 2009 mehrfach verschoben werden, bis um 15:30 UTC die Rakete erfolgreich gestartet werden konnte. In etwa 40 Kilometer Höhe wurde die erste Stufe nach 123 Sekunden abgetrennt und fiel zurück in Richtung Atlantik. Wenig später sollten sich zunächst der Vorschirm und dann die drei Hauptschirme entfalten und für eine sanfte Wasserung sorgen. Die Rakete soll nach wenigen Stunden geborgen werden. Die zweite Stufe gewann nach der Abtrennung noch etwa sieben Kilometer Höhe und stürzte dann unkontrolliert in den Atlantik. Sie wurde nicht geborgen.

Kritik
Der verhältnismäßig frühe Testflug Ares I-X wird von verschiedenen Seiten stark kritisiert. Da die Rakete nur mit vier Boostersegmenten und nicht wie später im Einsatz mit fünf Elementen flog, ändert sich das Flugprofil relativ stark. Die Abtrennung der ersten Stufe erfolgt so beispielsweise bei Ares I-X in 39,6 Kilometer Höhe statt 57,1 Kilometer, wie im späteren Einsatzflug. Dadurch befürchten einige Wissenschaftler, dass die gewonnenen Daten wertlos sein werden.
Zudem entspricht die eingesetzte Software zur Triebwerkssteuerung nicht dem Original, sondern ist eine modifizierte Version der auf der Atlas V eingesetzten Software. Auch die Steuertriebwerke entsprechen nicht der definitiven Version, auf Ares I-X werden Steuertriebwerke aus Peacekeeper-Oberstufen verwendet.
Ein weiteres Problem könnten zu starke Vibrationen gegen Ende der Schubphase darstellen. Diese stellen eine Bedrohung für das Selbstzerstörungssystem der Ares I-X dar, welches durch die Vibrationen möglicherweise nicht funktionieren könnte. Deshalb befürchtete man zunächst, dass der Mission keine Starterlaubnis erteilt werden könnte.

Quelle und mehr bei Wikipedia und Heise