Mooki
Wer kennt "Dr. Ingrid Wengler" in Berlin nicht..... keiner ???
Okay, wohl die wenigsten, obwohl sie sicherlich schon viele gesehen haben.
Einen Steinwurf vom "Badeschiff" entfernt liegen die traurigen Reste der MS "Dr. Ingrid Wengler" vor den Treptowers und der imposanten neuen MTV-Zentrale.
(auf den Bildern des Badebootes ist das Wrack im Hintergrund auch zu erkennen)
Ihr Eigentümer und Kapitän Günther van de Lücht, kauft den 1959 gebauten Frachter, der zunächst über den Dollart in Ostfriesland segelt, 1977 und lässt das Schiff in Nürnberg für 2,7 Millionen Deutsche Mark und mit allen möglichen technischen Raffinessen umbauen. „Dr. Ingrid Wengler“ hat von nun eine Bodenheizung mit einer Wärmerückgewinnungsanlage. Er tauft das Schiff nach seiner großen Liebe um, seiner wenige Jahre zuvor bei einem Autounfall tödlich verunglückten Ehefrau, Dr. Ingrid Wengler, die Handchirurgin gewesen war.
Als die Mauer fällt, veranstaltet van Lücht noch erfolgreich Reisen für anspruchsvolle Kunden, die von Frankfurt über Rhein und Mosel nach Nancy, Straßbourg und zurück nach Frankfurt schippern wollen. In den 90igern plant er ähnliche Touren von Berlin über die Havel, Mecklenburgische Seenplatte nach Schwerin anzubieten. In Berlin nimmt das Verhängnis von Ingrid seinen Lauf, die erste Saison läuft nicht besonders glücklich, in der zweiten Saison wünscht eine Bank vorzeitig die Rücklösung eines gestellten Kredites, 1993 schon befährt „Dr. Ingrid Wengler“ als insolvente Größe die Spree.
Aktuell macht „Dr. Ingrid Wengler“ Probleme. Zwei Bauherren haben Großes vor mit dem Uferareal vor den Treptowers. Das subkulturreiche Gelände soll in einen tollen Yachthafen umgewandelt werden, mit tollem Clubhaus, tollen Cafés, einem alten Zollsteg, der ganz toll in das neue Bauvorhaben, einem tollen Verbindungsneubau, eingebunden werden soll und vielen anderen tollen Dingen, die die Berliner toll bespaßen sollen.
„Dr. Ingrid Wengler“ muss somit weg. Sie gehört zwar ganz charmant zum Bild des alten Zollstegs. Aber toll ist sie mitnichten. Für die Entsorgung ist der Eigentümer zuständig. Dem die finanziellen Mittel für Hebung und Instandsetzung fehlen; und so vermisst er sie auch für die Verschrottung.
Bild & Textquelle siehe KMZ
Okay, wohl die wenigsten, obwohl sie sicherlich schon viele gesehen haben.
Einen Steinwurf vom "Badeschiff" entfernt liegen die traurigen Reste der MS "Dr. Ingrid Wengler" vor den Treptowers und der imposanten neuen MTV-Zentrale.
(auf den Bildern des Badebootes ist das Wrack im Hintergrund auch zu erkennen)
Ihr Eigentümer und Kapitän Günther van de Lücht, kauft den 1959 gebauten Frachter, der zunächst über den Dollart in Ostfriesland segelt, 1977 und lässt das Schiff in Nürnberg für 2,7 Millionen Deutsche Mark und mit allen möglichen technischen Raffinessen umbauen. „Dr. Ingrid Wengler“ hat von nun eine Bodenheizung mit einer Wärmerückgewinnungsanlage. Er tauft das Schiff nach seiner großen Liebe um, seiner wenige Jahre zuvor bei einem Autounfall tödlich verunglückten Ehefrau, Dr. Ingrid Wengler, die Handchirurgin gewesen war.
Als die Mauer fällt, veranstaltet van Lücht noch erfolgreich Reisen für anspruchsvolle Kunden, die von Frankfurt über Rhein und Mosel nach Nancy, Straßbourg und zurück nach Frankfurt schippern wollen. In den 90igern plant er ähnliche Touren von Berlin über die Havel, Mecklenburgische Seenplatte nach Schwerin anzubieten. In Berlin nimmt das Verhängnis von Ingrid seinen Lauf, die erste Saison läuft nicht besonders glücklich, in der zweiten Saison wünscht eine Bank vorzeitig die Rücklösung eines gestellten Kredites, 1993 schon befährt „Dr. Ingrid Wengler“ als insolvente Größe die Spree.
Aktuell macht „Dr. Ingrid Wengler“ Probleme. Zwei Bauherren haben Großes vor mit dem Uferareal vor den Treptowers. Das subkulturreiche Gelände soll in einen tollen Yachthafen umgewandelt werden, mit tollem Clubhaus, tollen Cafés, einem alten Zollsteg, der ganz toll in das neue Bauvorhaben, einem tollen Verbindungsneubau, eingebunden werden soll und vielen anderen tollen Dingen, die die Berliner toll bespaßen sollen.
„Dr. Ingrid Wengler“ muss somit weg. Sie gehört zwar ganz charmant zum Bild des alten Zollstegs. Aber toll ist sie mitnichten. Für die Entsorgung ist der Eigentümer zuständig. Dem die finanziellen Mittel für Hebung und Instandsetzung fehlen; und so vermisst er sie auch für die Verschrottung.
Bild & Textquelle siehe KMZ