Fußball-Europameisterschaft 2008

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UEFA-EURO 2008 in Österreich und der Schweiz

In 50 Tagen gehts los: ungeduldig




Die Endrunde der 13. Fußball-Europameisterschaft (UEFA EURO 2008) wird vom 7. bis 29. Juni 2008 erstmals in Österreich und in der Schweiz ausgetragen. Es treten 16 Nationalmannschaften zunächst in der Gruppenphase in vier Gruppen und danach im K.-o.-System gegeneinander an. Der Europameister 2008 wird schließlich im Endspiel am 29. Juni 2008 in Wien ermittelt.

Insgesamt werden während des dreiwöchigen Turniers, das unter dem Motto „Erlebe Emotionen“steht, mehr als eine Million Tickets für die 31 Begegnungen in acht Stadien verkauft. Neben den Zuschauern in den Stadien werden mehrere Millionen Fans auf offiziellen Fanmeilen in den Spielstädten erwartet. Kumuliert werden die Spiele von vermutlich mehr als acht Milliarden Zuschauern am Fernsehschirm verfolgt werden.
Nach zwei erfolglosen Bewerbungen um die Ausrichtung der Europameisterschaft – zuletzt in einer Gemeinschaftskandidatur mit Ungarn zur Durchführung der Euro 2004 – ist es das erste Mal, dass ein Fußball-Großereignis in Österreich stattfindet. Da Österreich als Gastgeber direkt qualifiziert war, kann das Land zum ersten Mal an einer EM teilnehmen. Die Schweiz qualifizierte sich bereits mehrmals für EM-Endrunden und hat als Austragungsort der Weltmeisterschaft 1954 mit der Ausrichtung von Fußball-Großereignissen mehr Erfahrung.

Die Spiele werden in insgesamt acht Stadien ausgetragen, von denen jeweils vier in der Schweiz und in Österreich liegen:


1.) Ernst-Happel-Stadion - Wien - Österreich


Das Ernst-Happel-Stadion (bis 1992 Praterstadion, manchmal auch Wiener Stadion genannt) in Wien ist das größte Stadion Österreichs. Es fasst 50.865 Zuschauer und zählt zur Kategorie der Fünf-Sterne-Stadien. In ihm finden die Heimspiele der österreichischen Fußballnationalmannschaft und UEFA-Cup und Champions-League-Spiele der Wiener Clubs statt. Ferner werden zeitweise das ÖFB-Cup-Finale und die Wiener Stadt-Derbys im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Das Stadion ist Austragungsort von sieben Spielen (unter anderem des Finales) im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft 2008 und wird im Hinblick auf das Turnier umfassend renoviert.

Ort: Wien, Österreich

Eigentümer: Stadt Wien

Verein: Österreichische Fußballnationalmannschaft

Eröffnung: 11. Juli 1931

Erstes Spiel: Arbeiterauswahl Wien- Arbeiterauswahl Niederösterreich 3:2

Kapazität: 50.865 Plätze (während der EURO 2008: 53.008 Plätze)


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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe B

08.06.2008: Österreich - Kroatien - 18:00

12.06.2008: Österreich - Polen - 20:45

16.06.2008: Österreich - Deutschland - 20:45

Viertelfinale

20.06.2008: Sieger der Gruppe B - Zweiter Gruppe A - 20:45

22.06.2008: Sieger der Gruppe D - Zweiter der Gruppe C - 20:45

Halbfinale

26.06.2008: Sieger 21.06.2008 - Sieger 22.06.2008 - 20:45

Finale

29.06.2008: Sieger 25.06.2008 - Sieger 26.06.2008 - 20:45



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Auslosung der Endrunde:




Die Auslosung der EM-Endrunde fand am 2. Dezember 2007 um 12 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum in Luzern statt. Die Zeremonie wurde in 138 Länder, von denen 37 live sendeten, übertragen und dabei von rund 120 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt. Durch das Programm der 52 Minuten dauernden Veranstaltung führten die ehemalige Miss Schweiz, Melanie Winiger, sowie ORF-Sportmoderator Rainer Pariasek. Im unter dem Motto „Football meets Classical Music“ stehenden Showteil traten neben dem spanischen Startenor José Carreras die Wiener Sängerknaben sowie der Berner Bach-Chor und eine Schweizer Alphornbläserin auf.
Für die Auslosung wurden die qualifizierten Mannschaften in vier Töpfe aufgeteilt. Im ersten Topf befanden sich von vornherein die beiden als Köpfe der Gruppen A und B gesetzten Gastgeber Schweiz und Österreich, sowie Titelverteidiger Griechenland. Die übrigen qualifizierten Mannschaften wurden den Töpfen gemäß ihres EM-Koeffizienten, der sich aus den Qualifikationsspielen zur WM 2006 und zur EM 2008 errechnete, zugeteilt. Eine Ausnahme bildete Deutschland, das als Gastgeber keine Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 2006 austragen musste und somit nur mit den Qualifikationsspielen zur EM 2008 in die Wertung einging. Die vier Töpfe beinhalteten schließlich:

- Topf 1: Schweiz, Österreich (beide Gastgeber), Griechenland (Titelverteidiger), Niederlande (bester Koeffizient)
- Topf 2: Kroatien, Italien, Tschechien, Schweden
- Topf 3: Rumänien, Deutschland, Portugal, Spanien
- Topf 4: Polen, Frankreich, Türkei, Russland


Die Auslosung selbst wurde durch die Kapitäne früherer Europameistermannschaften beziehungsweise ihrer Vertreter durchgeführt. Aus den einzelnen Töpfen wurden die Mannschaften den jeweiligen Gruppen zugelost. Zur Bestimmung der für die Erstellung des Spielplans verwendeten Position der Mannschaft innerhalb der Gruppe wurde eine zweite Kugel gezogen.

Die Auslosung ergab folgende Gruppeneinteilung:

Gruppe A: Schweiz - Tschechien - Portugal - Türkei

Gruppe B: Österreich - Kroatien - Deutschland - Polen

Gruppe C: Niederlande - Italien - Rumänien - Frankreich (Die "Todesgruppe")

Gruppe D: Griechenland - Spanien - Schweden - Russland


(Wikipedia)
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2.) Stadion Tivoli-Neu - Innsbruck - Österreich


Der Sport- und Freizeitpark Tivoli-Neu, meist kurz Tivoli-Neu, ist ein österreichisches Fußballstadion im Innsbrucker Stadtteil Pradl und Teil des Sportgelände Tivoli. Das Stadion ist Heimstätte des Fußballvereins FC Wacker Innsbruck sowie des American-Football-Klubs Swarco Raiders Tirol und wird darüber hinaus auch für Konzerte genutzt. Im Tivoli-Neu findet sich aber auch noch unter anderem eine künstliche Kletterwand.
Das Tivoli-Neu wurde in der Zeit von März 1999 bis September 2000 nach Plänen des Architekten Albert Wimmer um rund 30 Millionen Euro erbaut. Es löste damit das alte Tirol-Milch-Stadion als größtes Tiroler Fußballstadion ab. Das Stadion bietet dabei für nationale Spiele 17.400 Steh- und Sitzplätze und für internationale Spiele 15.200 Sitzplätze. Das Eröffnungsspiel am 8. September gewann der heute nicht mehr bestehende FC Tirol durch ein spätes Tor von Markus Scharrer gegen den SK Rapid Wien mit 1:0.
Nach der Auflösung des FC Tirol im Jahre 2002 stand das Stadion ohne potentiellen Nutzer da, ein Problem das mit Hilfe der Gründung der Spielgemeinschaft zwischen dem Regionalligisten WSG Swarovski Wattens und dem neugegründeten FC Wacker Tirol - mittlerweile FC Wacker Innsbruck - gelöst wurde.
Zur Fußball-Europameisterschaft 2008, bei der drei Spiele im Tivoli-Neu ausgetragen werden, wird das Tivoli-Neu durch eine temporäre Aufstockung der Süd-, Nord- und Westtribüne auf eine Kapazität von 30.000 Sitzplätzen erweitert werden. Die Osttribüne kann aufgrund einer direkt dahinter befindlichen Straße nicht ausgebaut werden. Bislang fanden im Tivoli-Neu fünf Länderspiele gegen Liechtenstein, Weißrussland, Luxemburg, die Schweiz und gegen die Elfenbeinküste statt, die Österreich allesamt für sich entscheiden konnte.

Ort: Innsbruck, Österreich

Verein: FC Wacker Innsbruck (Fußball), Swarco Raiders Tirol (American Football)

Eröffnung: 8. September 2000

Erstes Spiel: FC Tirol - Rapid Wien 1:0

Kapazität: 30.000 Plätze


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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe D

10.06.2008: Spanien - Russland - 18:00

14.06.2008: Schweden - Spanien - 18:00

18.06.2008: Russland - Schweden - 20:45

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Der Spielball - EUROPASS:





Spielball des Turniers ist der von Adidas hergestellte „EUROPASS“. Der Name symbolisiert einerseits den „Euro“-Pass der beiden Ausrichterländer und der Fans und andererseits steht er für das Zuspiel der Protagonisten auf dem Rasen. Er wurde im Rahmen der Endrundenauslosung am 2. Dezember 2007 in Luzern offiziell vorgestellt.
Die Farbgebung in weißer Grundfarbe mit schwarzen Punkten erinnert vom Design her an Fußbälle vergangener Jahrzehnte. Die zwei Landesflaggen der Gastgeberländer sind mit acht Kreisen ebenfalls integriert. In den zwölf schwarzen Punkten befinden sich individuelle grafische Elemente, die die UEFA begleitend zum Euro-Logo entwickelt hat. Die Elemente stehen für Leidenschaft, Freundschaft, Action, Training und Fans sowie das Siegtor und sie finden sich als Wasserzeichen in den schwarzen Punkten des Europass wieder. Für jedes Spiel kommen Spezialaufdrucke wie die Namen der zwei Gegner, die EM-Gruppe, das Datum, der Name der Stadt und des Stadions dazu.
Neu gegenüber Portugal, wo der Ball fast ganz in Silber gehalten und glatt war, ist nicht nur die Farbgebung, sondern auch die vom Hersteller als „Gänsehaut“ bezeichnete feine Struktur der Oberfläche, die dem Ball zu besseren Flugeigenschaften und zu besserer Kontrollierbarkeit verhelfen soll.

Offizielle Spielbälle (seit 1970):

-Telstar – WM Mexiko 1970

-Telstar-Chile – WM Deutschland 1974

-Tango – WM Argentinien 1978

-Tango Espana – WM Spanien 1982

-Azteca – WM Mexiko 1986

-Etrusco Unico – WM Italien 1990

-Questra – WM USA 1994

-Questra Europa – EM England 1996

-Tricolore – WM Frankreich 1998

-Terrestra Silverstream – EM Belgien/Niederlande 2000

-Fevernova – WM Südkorea/Japan 2002

-Roteiro – EM Portugal 2004

-Pelias II – CONFED CUP Deutschland 2005

-Teamgeist – WM Deutschland 2006

-EUROPASS – EM Österreich/ Schweiz 2008

(Wikipedia)
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3.) Wörthersee Stadion - Klagenfurt - Österreich


Die Hypo Group Arena (traditionell Wörtherseestadion) ist ein österreichisches Fußballstadion im Klagenfurter Stadtteil Waidmannsdorf. Es ist das Heimstadion des Bundesligisten SK Austria Kärnten und für 12.500 Personen konzipiert. Als Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2008 wird es kurzfristig 32.000 Zuseher aufnehmen können. Weitere Teile des angrenzenden Sportparks sind ein Ballsportkompetenzzentrum, eine Fußballakademie, Kletterwände, Ruderbecken und eine Leichtathletikanlage.
Das Wörtherseestadion wurde 1960 erbaut und diente dem damaligen fußballerischen Aushängeschilds Klagenfurts, der Austria, als neue Heimstätte, nachdem der ehemalige Heimplatz dem Ausbau des Messegeländes zum Opfer fiel. Das Stadion, ein lang gezogenes Oval mit niedrigen Tribünen mit einer Laufbahn vor dem Spielfeld, beflügelte den Klub: gerade erst aus der Landesliga in die Regionalliga aufgestiegen, konnte man 1962 bereits A-Liga-Fußball im Wörtherseestadion sehen. Mit drei Unterbrechungen und zwischenzeitlichen Abstiegen in die Zweitklassigkeit, war die österreichische Liga Stammgast im Wörtherseestadion, zu Glanzzeit vor vollen 10.000 Zuschauern.
Nach dem Abstieg 1989 der Klagenfurter Austria, die bald nur noch in der viertklassigen Landesliga spielte, kam der langsame Niedergang des Sportplatzes. Ein letzter Höhepunkt bildete das erste österreichische Länderspiel in Kärnten, am 17. August 1994 gegen Russland, am 24. Juli 1998 fand hier auch noch der Supercup statt. Erst nach der Schöpfung des FC Kärntens aus der Klagenfurter Austria und dem Villacher SV kam wieder Leben ins Stadion, nach dem Bundesligaufstieg 2001 wurde das Wörtherseestadion sogar noch ausgebaut und die Kapazität auf knapp 11.000 Zuschauer erweitert. Der überraschende Abstieg 2004 beendete jedoch abrupt dieses letzte Hoch.
Nachdem das Klagenfurter Wörtherseestadion zur selben Zeit als Spielort der Europameisterschaft 2008 bestimmt wurde, beschloss man einen Neubau des Stadions. Das historische Wörtherseestadion wurde somit im November 2005 zusammen mit einem Wohnblock abgetragen, der Spatenstich für das neue Gebäude erfolgte am 11. Jänner 2006 durch Landeshauptmann Jörg Haider und Bürgermeister Harald Scheucher. Der vom Architekturbüro Wimmer geplante Bau wurde bis September 2007 durch die Baufirmen Porr AG und Alpine-Mayreder fertiggestellt, als erstes Spiel zur Neueröffnung am 7. September fand ein Freundschaftsspiel zwischen Österreich und Japan satt, welches mit einem torlosen Remis endete. Während der Zeit des Umbaus spielte der FC Kärnten im Sportzentrum Fischl, der niedrige Zuschauerandrang in der zweiten Spielstufe schien als Problem für den Neubau, das durch die kurzfristige Umsiedlung des Bundesligisten ASKÖ Pasching in die Hypo Group Arena als SK Austria Kärnten übergangen wurde.
Die Kosten des Gesamtprojektes mit dem dazugehörigen Sportpark werden von offizieller Seite mit 66,5 Millionen Euro beziffert. Die Finanzierung erfolgt je ein Drittel durch den Bund, das Land Kärnten und die Stadt Klagenfurt. Die Zahlung des Drittels der Stadt, die Bauherr ist, übernimmt jedoch mangels Budget ebenfalls das Land. Das Stadion soll für drei EM-Vorrundenspiele 32.000 Besucher Platz bieten. Anschließend soll ab dem Jahr 2009 ein Rückbau auf 12.500 Besucherplätze erfolgen. Die Finanzierung des Rückbaus soll durch den Bund erfolgen, die abgebauten Tribünen in anderen Stadien verwendet werden.

Ort: Klagenfurt, Österreich

Verein: SK Austria Kärnten

Eröffnung: 7. August 1960

Erstes Spiel: SK Austria Kärnten - Austria Wien 2:5

Kapazität: 32.000 Plätze


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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:


Gruppenphase Gruppe B

08.06.2008: Deutschland - Polen - 20:45

12.06.2008: Kroatien - Deutschland - 18:00

16.06.2008: Polen - Kroatien - 20:45

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Maskottchen:




Die offiziellen Maskottchen der Europameisterschaft 2008 heißen Trix und Flix. Die offensichtlich fußballbegeisterten Zwillinge stellen die Austragungsländer in ihren Nationalfarben Rot-Weiß dar. Ihre Trikotnummern sind „20“ und „08“, um beim Nebeneinanderstehen den Schriftzug „2008“ zu erzeugen. Die Figuren wurden von Warner Bros. Consumer Products entwickelt und erinnern optisch und namentlich sehr an Fix und Foxi. Die knallroten, gezackten Frisuren erinnern an das Logo der Euro 2008 und Bergketten der Alpenländer. Zur Auswahl standen die Namen Zagi & Zigi, Flitz & Bitz und Trix & Flix. 36,3 Prozent entschieden sich – seit dem 27. September via Internet, Telefon-Hotline und in allen McDonald’s-Restaurants der beiden Länder – für die am 10. Oktober 2006 im Historischen Rathaus von Innsbruck bekanntgegebenen Namen. Vor dem Freundschaftsspiel Österreich – Schweiz, welches zwei Tage darauf stattfand, betraten die beiden zum ersten Mal offiziell ein Fußballstadion. Österreich gewann das Spiel mit 2:1.

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4.) EM-Stadion Wals-Siezenheim - Salzburg - Österreich


Das EM-Stadion Wals-Siezenheim ist ein unmittelbar nach der Fertigstellung 18.200 und seit 25. Juli 2007 30.000 Zuschauer fassendes Fußballstadion am Stadtrand von Salzburg in der Gemeinde Wals-Siezenheim, nur etwas mehr als einen Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Bei der EURO 2008 wird es einer der vier österreichischen Austragungsorte sein.
Das Stadion wurde im März 2003 fertiggestellt und gilt als Nachfolger des alten Lehener Stadions. Es ist die Heimstätte des FC Red Bull Salzburg und das einzige Bundesligastadion Österreichs mit einem Kunstrasen.
Bei Umbauarbeiten im Sommer 2005 wurden zwei Videowände mit je 45 m² und eine Rasenheizung installiert. Im September 2005 wurde der vom Umbau schon minimierte Stehplatzsektor der Heimfans, die Südkurve, gänzlich durch Sitzplätze ersetzt und die Zuschauerkapazität somit auf 16.850 Plätze reduziert. Seit Jänner 2006 ist die Südkurve bei nationalen Spielen wieder ein Stehplatzsektor; das Fassungsvermögen betrug damit wieder 18.200 Zuschauer.
Bei internationalen Spielen wurden (und werden) sämtliche Stehplätze (auch diejenigen im Sektor der Fans der Gastmannschaft) durch Sitzplätze ersetzt, womit das Stadion dann eine Kapazität von 16.168 Zusehern aufwies.
Für die Fußball-Europameisterschaft wurde das Stadion durch das Einfügen eines Oberrangs auf die momentane Kapazität von max 32.600 Sitzplätzen ausgebaut. Während der EM wird zudem temporär ein Naturrasen über den Kunstrasen gelegt. Die Ausbauarbeiten haben zum 1. April 2006 begonnen und wurden im Juli 2007 beendet. Das erste Spiel im Stadion nach der Kapazitätserweiterung war ein Freundschaftsspiel zwischen Red Bull Salzburg und Arsenal London am 25. Juli 2007. Das Spiel endete vor einem ausverkauften Stadion mit 1:0 für Red Bull Salzburg.
Vor der EM dürfen allerdings nur 6 Spiele stattfinden, bei denen auch Karten für den neu hinzu gekommenen Oberrang verkauft werden. Bei allen anderen Spielen finden abhängig davon, ob die Fankurven als Steh- oder Sitzplatztribünen Verwendung finden, 17.700 bzw. 15.800 Zuseher Platz.


Ort: Salzburg (Wals-Siezenheim), Österreich

Verein: FC Red Bull Salzburg

Eröffnung: 8. März 2003

Erstes Spiel: FC Red Bull Salzburg - Arsenal London 1:0

Kapazität: 32.600 Plätze


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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe D

10.06.2008: Griechenland – Schweden - 20:45

14.06.2008: Griechenland - Russland - 20:45

18.06.2008: Griechenland - Spanien - 20:45


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Das 9. Stadion


Das 9. Stadion ist ein derzeit im Bau befindliches „temporäres Stadion“ mit Public Viewing-Bereich und Fancamp in Liestal (Schweiz) anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2008. Es soll für 10'000 bis 12'000 Fans angelegt werden, bis zu einer Viertelmillion Besucher aus dem In- und Ausland werden insgesamt erwartet.

Übersicht:

Auf dem Gelände zwischen Bad Bubendorf und der Stadt Liestal werden für die Fussballeuropameisterschaft 2008 diverse provisorische Anlagen errichtet. Wesentliche Planungen sind ein Fancamp mit 350 Parzellen und etwa ca. 2'000 Übernachtungsplätzen sowie ein provisorisches Stadion mit etwa 8'500 Sitzplätzen und etwa 2'000 Stehplätze.

Anlage:

Beim Gelände des 9. Stadions wird es sich um die grösste Public-Viewing-Anlage ausserhalb der Host Cities handeln. Zudem wird es das grösste je in der Schweiz temporär errichtete Stadion sein. Vorbild der Anlage ist die Adidas World of Football der Fussballweltmeisterschaft 2006, wo ebenfalls ein «9. Stadion» aufgebaut wurde. Bei den Planungen handelt es sich um einen Nachbau des Olympiastadions in Berlin im Massstab 1:5. Die Kosten werden auf etwa sieben Millionen Franken geschätzt und werden hauptsächlich von der Host City Basel und Sponsoren getragen. Die Stadt Liestal beteiligt sich symbolisch mit 150'000 Franken. Der erste Spatenstich erfolgte am 5. März 2008. Das Gelände soll von Mai bis Juli 2008 in Betrieb sein. Ausserhalb der Spielzeiten sind zahlreiche kulturelle und sportliche Anlässe geplant.

Fancamp:

Teil des 9. Stadions wird ein grosses Fancamp mit 350 Parzellen für ca. 2000 Personen sein. Angeboten werden Übernachtungen im Mietzelt oder im Grosszelt sowie Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Motorhomes.

Name:

Der Name "9. Stadion" spielt darauf an, dass das Gelände eine adäquate Ergänzung zu den acht Fussballstadien sein soll, in welchen die Spiele der Euro tatsächlich gespielt werden. Einen ähnlichen Gedanken hatten die Erfinder der UBS-Arenen, die – in kleinerem Ausmass – ähnlichen Zwecken dienen und auch als «5. Schweizer Stadion» bezeichnet werden.


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5.) Letzigrund - Zürich - Schweiz


Der Letzigrund ist ein Zürcher Fussball- und Leichtathletikstadion und sowohl Heimstadion des FC als auch des LC Zürich. Das Stadion wird zudem als alljährlicher Austragungsort des Leichtathletik-Meetings Weltklasse Zürich, sowie regelmässig für grosse Openair-Konzerte genutzt. Ausserdem benutzt der Zürcher Fussballclub GCZ den Letzigrund seit der Schliessung ihres alten Heimstadions Hardturm (September 07) als Heimstadion. Der Letzigrund liegt in der Nähe des Zürcher Bahnhofs Hardbrücke.
Das erste Letzigrundstadion wurde 1925 eröffnet und 2006 abgebrochen. Der Neubau, der am 30. August 2007 offiziell eröffnet wurde, wird während der Fussball-Europameisterschaft 2008 Austragungsort von drei Vorrundenspielen sein.
Am 22. November 1925 wurde der Sportplatz Letzigrund eröffnet. Erbaut wurde er von den Mitgliedern des FC Zürich, damals noch ein polysportiver Verein. Von nun an liess der Schweizerische Fussballverband die Spiele der Nationalmannschaft im Letzigrund austragen und auch der erste Cupfinal in der Geschichte des Schweizer Fussballs fand 1926 im Letzigrund statt. Zu Beginn war der FC Zürich der Eigner des Stadions, doch die wirtschaftlich schlechten Bedingungen der 1930er Jahre zwangen den Verein im Winter 1936/37, das Stadion an die Stadt Zürich abzutreten. Die Sektionen Leichtathletik, Hockey, Boxen und Rudern machten sich darauf selbstständig. Während seines Bestehens wurde der Letzigrund mehrmals um- und ausgebaut: 10 Jahre nach der Eröffnung musste die gesamte Anlage renoviert werden. 1958 nahm man eine grosse Haupttribüne in Betrieb. Im Jahre 1973 wurden die beiden Kopftribünen renoviert und überdacht sowie eine Beleuchtung installiert. Elf Jahre später wurde auch die Osttribüne bestuhlt. 1996 fand im Letzigrund zum ersten Mal ein Openair-Konzert (Bon Jovi) statt.
Am 22. August 2006 schliesslich begann der Abbruch des alten Letzigrunds, um einem Neubau Platz zu machen. Der neue Letzigrund wurde am 30. August 2007 offiziell eingeweiht.
Das alte Stadion Letzigrund hatte ein Fassungsvermögen von 23'605 Plätzen, davon waren 12'000 gedeckte Stehplätze und 11'605 Sitzplätze (davon 9'167 gedeckt). Neben dem Hauptfeld (105 x 68 Meter) und den Leichtathletikanlagen, die sich innerhalb des Stadions befanden, verfügte die Sportanlage Letzigrund noch über drei weitere Spielfelder (zwei Rasen und ein Kunstrasen) und einen kleineren Sandhartplatz. Ausserdem befanden sich innerhalb des Stadions eine Bar und ein Lokal. Im ersten Untergeschoss der Osttribüne befand sich für die Leichtathleten eine 100m Bahn (vier Bahnen). Auf dem Dach der Nordtribüne stand eine Matrix-2-Ton-Anzeigetafel mit einer Auflösung von 192 x 80 Glühbirnen.
Am 16. Dezember 2002 wurde der Projektwettbewerb eröffnet, der Siegerentwurf konnte am 3. Mai 2004 präsentiert werden. Am 5. Juni 2005 billigte das Zürcher Wahlvolk sowohl den Baukredit von 110 Millionen CHF als auch einen Zusatzkredit von 11 Millionen CHF, um das Stadion EM-tauglich zu machen.
Der Spatenstich zum neuen Letzigrund erfolgte am 15. November 2005. Dem Volk wurde am Tag der offenen Tür (21. August 2006) die Möglichkeit gegeben, ein Souvenir vom alten Letzigrund zu ergattern (Stühle, Rasen, Tartanbahn usw.). Einen Tag später begann der Abbruch des alten Stadions (Ende 2006 abgeschlossen). Am 30. August 2007 erfolgte die offizielle Einweihung des Neubaus. Eine Woche später, am 7. September 2007, fand mit dem Leichtathletik-Meeting 2007 vor 26'500 Zuschauern der erste Sportanlass im neuen Stadion statt.


Ort: Zürich, Schweiz

Verein: FC Zürich (Fussball) LC Zürich (Leichtathletik)

Eröffnung: 22.11.1925 (Alt), 30.08.2007 (Neu)

Erstes Spiel: ???

Kapazität: 30.000 Plätze


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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe C

09.06.2008: Rumänien – Frankreich - 18:00

13.06.2008: Italien - Rumänien - 18:00

17.06.2008: Frankreich - Italien - 20:45




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Der neue EM-Pokal - "Coupe Henri Delaunay"


Der Europameister erhält für vier Jahre die von der UEFA gestiftete Trophäe, auf der der Name der siegreichen Mannschaft eingraviert wird. Für die Europameisterschaft 2008 wird ein neuer Pokal verliehen, der den bisherigen Coupe Henri Delaunay ablöst. Der Pokal wurde am 27. Januar 2006 vorgestellt und ist, wie schon sein Vorgänger, nach dem früheren französischen Generalsekretär der UEFA Henri Delaunay benannt. Entworfen wurde die neue Trophäe von der Londoner Juwelierfirma Asprey. Die Kosten beliefen sich auf 50.000 Schweizer Franken.
Der erstmals überreichte Pokal ähnelt vom Design her dem oberen Teil seines Vorgängers, ist jedoch 22 Zentimeter höher. Er ist 60 Zentimeter hoch, besteht zu einem Großteil aus Sterlingsilber und wiegt 7,6 Kilogramm. Die oberen und unteren Enden des Pokals sind mit einer Ziselierung versehen. Auf der Vorderseite sind das UEFA-Logo und die Bezeichnung UEFA EUROPEAN FOOTBALL CHAMPIONSHIP eingraviert. Auf der Rückseite befinden sich unter dem Namen COUPE HENRI DELAUNAY die Namen der bisherigen Europameister.
Die Trophäe bleibt im ständigen Eigentum der UEFA und kann nicht dauerhaft von einem Land gewonnen werden. Der amtierende Europameister behält den Pokal bis zur nächsten EM und darf jeweils eine Kopie anfertigen lassen, die den eindeutigen Vermerk „Replikat“ enthalten muss und 4/5 der Originalgröße des Pokals nicht überschreiten darf. Eine Mannschaft, die dreimal in Folge oder fünfmal insgesamt Europameister geworden ist, erhält eine originalgetreue Nachbildung der neuen EM-Trophäe.



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6.) Stade de Geneve - Genf - Schweiz


Das Stade de Genève ist das Hauptstadion des Kantons Genf und befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Lancy im Quartier La Praille auf dem ehemaligen Areal des dortigen Schlachthofes.
Das Stadion hat 30.084 Sitzplätze und ist das Heimstadion des Challenge League-Klubs Servette FC Geneve; der Klub spielte zuvor im Stade des Charmilles. Eingeweiht wurde das Stadion am 16. März 2003 mit dem Spiel Servette gegen Young Boys. Die offizielle Eröffnung fand am 30. April mit einem Länderspiel zwischen der Schweiz und Italien statt, welches die Schweizer mit 1:2 verloren.
Zudem werden drei Spiele der Fussball-Europameisterschaft 2008 in dem Stadion stattfinden.


Ort: Genf-Lancy, Schweiz

Verein: Servette FC Genf

Eröffnung: 30. April 2003

Erstes Spiel: Schweiz - Italien 1:2

Kapazität: 30.084 Plätze



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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe A

07.06.2008: Portugal – Türkei - 20:45

11.06.2008: Tschechien - Portugal - 18:00

15.06.2008: Türkei - Tschechien - 20:45


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Die Schiedsrichter - "die Pfeifen der EM"

Am 19. Dezember 2007 wurden die Offiziellen der Fußball-Europameisterschaft 2008 bekanntgegeben. Die Schiedsrichterkommission der UEFA berief zwölf Schiedsrichter und 24 Schiedsrichterassistenten. Um bestmöglich miteinander zu kooperieren, setzen sich die Gespanne wie bereits bei der Europameisterschaft 2004 aus Schiedsrichtern und Assistenten des jeweils gleichen Landes zusammen. Hinzu kommen acht vierte Offizielle.
Die ausgewählten 44 Offiziellen nehmen vom 14. bis 17. April 2008 an einem Vorbereitungsseminar teil, wo sie sich einem Fitnesstest unterziehen und spezielle Instruktionen hinsichtlich der EM-Endrunde erhalten werden. Während der EURO 2008 werden die Schiedsrichterteams bis zum ersten Halbfinale am 25. Juni 2008 im Hotel Mövenpick im Schweizer Regensdorf untergebracht sein. Jene Unparteiische, die für das zweite Halbfinale sowie das Endspiel eingesetzt werden, ziehen ab dem 26. Juni in das Hotel Renaissance Penta in Wien um.
Sollte sich während der Endrunde ein Schiedsrichter verletzen, wird dieser vom vierten Offiziellen ersetzt. Für den Fall eines verletzten Linienrichters wird ein zusätzlicher Linienrichter, der an diesem Tag normalerweise nicht zum Einsatz kommt, als fünfter Offizieller bereitgehalten.

Folgende zwölf Schiedsrichter werden die 31 Spiele leiten:


- Konrad Plautz (Assistenten: Egon Bereuter, Markus Mayr) - Österreich
- Massimo Busacca (Assistenten: Matthias Arnet, Stéphane Cuhat) - Schweiz
- Herbert Fandel (Assistenten: Carsten Kadach, Volker Wezel) - Deutschland
- Frank De Bleeckere (Assistenten: Peter Hermans, Alex Verstraeten) - Belgien
- Howard Webb (Assistenten: Darren Cann, Michael Mullarkey) - England
- Kyros Vassaras (Assistenten: Dimitrios Bozatzides, Dimitrios Saraidaris) - Griechenland
- Roberto Rosetti (Assistenten: Alessandro Griselli, Paolo Calcagno) - Italien
- Pieter Vink (Assistenten: Hans ten Hoove, Adriaan Inia) - Niederlande
- Tom Henning Ovrebo (Assistenten: Geir Age Holen, Erik Raestad) - Norwegen
- Lubos Michel (Assistenten: Roman Slysko, Martin Balko) - Slowakei
- Manuel Mejuto Gonzalez (Assistenten: Juan Carlos Yuste Jimenez, Jesus Calvo Guadamuro) - Spanien
- Peter Fröjdfeldt (Assistenten: Henrik Andren, Stefan Wittberg) - Schweden


Vierte Offizielle - Ersatzschiedsrichter:

- Ivan Bebek (Kroatien)
- Stephane Lannoy (Frankreich)
- Viktor Kassai (Ungarn)
- Kristinn Jakobsson (Island)
- Grzegorz Gilewski (Polen)
- Olegario Benquerenca (Portugal)
- Craig Thomson (Schottland)
- Damir Skomina (Slowenien)

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7.) Stade de Suisse Wankdorf - Bern - Schweiz


Das Stade de Suisse Wankdorf Bern ist ein Fussballstadion, das im Wankdorfquartier der Schweizer Bundesstadt steht. Es ist das Stadion des Berner Fussballvereins BSC Young Boys und zurzeit nach dem St. Jakob Park in Basel das zweitgrösste Stadion der Schweiz. Es wurde nach dem Abriss des alten Wankdorfstadion 2005 offiziell fertiggestellt und bietet neben der Funktion als Fussballstadion auch eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz, eine Schule, mehrere Wohnungen und ein Solarkraftwerk. Die UEFA hat das Stadion als Vier-Sterne-Stadion klassifiziert.
Im Jahr 2008 werden während der Fussball-Europameisterschaft drei Gruppenspiele in diesem Stadion stattfinden. Im Jahr 1961 fand das Finale der UEFA Champions League und 1989 das Europapokal der Pokalsieger-Finale in Bern statt. Ausserdem fand 1954 im Wankdorf unter anderem das Finale der Fussballweltmeisterschaften statt, durch das es weltbekannt und «legendär» wurde.
Es finden 31.783 Zuschauer Platz, wobei es sich um ein reines Sitzplatzstadion handelt. Allerdings werden im Fansektor der Berner Young Boys die Eintrittskarten als Stehplatz und damit günstiger verkauft. Damit ist das Stade de Suisse das zweitgrösste Stadion der Schweiz. Er befindet sich ca. fünf Kilometer nördlich vom Stadtzentrum im Quartier Wankdorf. im Stadion integriert ist ausserdem eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz.
Das Bauwerk trägt neu den Namen "Stade de Suisse Wankdorf Bern" (dt: Stadion der Schweiz Wankdorf Bern). Umgangssprachlich spricht man meist
vom "Wankdorf", wobei Offiziell der Namen "Stade de Suisse" benutzt wird. Der Name geht darauf zurück, dass es das Nationalstadion der Schweiz sein sollte. Da sich aber Kunstrasen im Stadion befindet, werden derzeit keine Länderspiele im Stade de Suisse ausgetragen. Für die Europameisterschaft 2008 wird der Kunstrasen daher durch Naturrasen ersetzt. Die meisten Fans bleiben bei der Bezeichnung "Wankdorf".
Das Wahrzeichen des alten Wankdorfs war die Stadion-Uhr von Longines. Da vor allem dieser Teil des Stadions weltberühmt war, wurde diese Uhr Anfang Dezember 2007 auf dem Platz vor dem Stadion wieder aufgestellt. Dabei werden alle erhaltenen und renovierten Originalteile verwendet. Die Anzeige zeigt das Ergebnis des WM-Finales 1954: Ungarn - Deutschland 2:3. Auch die Zeiger der Uhr stehen wie damals auf 20:16.


Ort: Bern, Schweiz

Verein: BSC Young Boys Bern

Eröffnung: 30. Juli 2005

Erstes Spiel: BSC Young Boys - Olympique Marseille 2:3

Kapazität: 31.783 Plätze,


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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe C

09.06.2008: Niederlande – Italien - 20:45

13.06.2008: Niederlande - Frankreich - 20:45

17.06.2008: Niederlande - Rumänien - 20:45


Terz



Sponsoring

Die Fußballeuropameisterschaft 2008 wird zu einem großen Teil durch Sponsoren finanziert. Allein die 17 offiziellen Hauptsponsoren zahlen rund 370 Millionen Euro und machen damit einen erheblichen Anteil an den erwarteten 900 Millionen Gewinn, den die UEFA mit der Europameisterschaft 2008 erwartet.
Das Sponsoringprogramm der UEFA verfügt über verschiedene Sponsoring-Pakete. Zunächst gibt es mit MasterCard, Carlsberg, McDonald’s, Coca-Cola, JVC und Hyundai sechs UEFA-EUROTOPS-Partner, die bereits im Herbst 2005 ein Rechtepakete bis ins Jahr 2009 für verschiedene Nationalmannschaftswettbewerbe der UEFA – darunter die Europameisterschaft 2008 für insgesamt 257 Millionen Euro erworben haben. Zu den sechs EUROTOPS-Partnern kommen die vier Event-Sponsoren Continental, Adidas, Castrol und Canon, die ebenfalls über globale Rechte an der Veranstaltung verfügen, und dafür jeweils geschätzte 19 Millionen Euro bezahlten.
Zusätzlich arbeitet die UEFA mit je vier Nationalen Förderern aus beiden Gastgeberländern zusammen. Die Firmen UBS, Swisscom und Ferrero in der Schweiz, sowie Telekom Austria, die Österreichische Post und UniCredit in Österreich schlossen Sponsorenverträge über bis zu 5,1 Millionen Euro (Supporter Schweiz) beziehungsweise 3,2 Millionen Euro (Supporter Österreich) ab. Eine Sonderrolle nimmt der Schweizer Luxusuhrenhersteller Hublot ein, der die Rechte als Nationaler Förderer für beide Gastgeberländer erwarb, und als offizieller Zeitmesser sämtlicher EM-Spiele sowohl in Österreich als auch in der Schweiz auftreten wird.

Terz



8.) St. Jakob-Park - Basel - Schweiz


Der St. Jakob-Park (lokal "Joggeli" genannt) ist das grösste Fussballstadion der Schweiz und Heimstätte des FC Basel. Das Stadion verfügt über eine Kapazität von 38.500 bzw. 42'500 Zuschauern (je nach Bestuhlung). Es ist zusammen mit dem Berner Stade de Suisse das einzige Vier-Sterne-Stadion des Landes.
Der St. Jakob-Park befindet sich im Süden der Stadt Basel, in nächster Nähe zur Grenze zum Kanton Basel-Land. Er ist Teil des Sportzentrum St. Jakob und verfügt über eine hervorragende Verkehrsanbindung. Die Tramlinie 14 der Basler Verkehrs-Betriebe verbindet das Areal mit der Innenstadt, die Buslinie 36 mit dem Badischen Bahnhof. Zudem verfügt das Stadion über einen eigenen S-Bahn-Bahnhof. Bei Fussballspielen und anderen Veranstaltungen verkehren Shuttlezüge zwischen dem Bahnhof SBB und dem Stadion ebenso wie Extrazüge, die die Fans der Gastmannschaft nach Hause fahren.
Das von den Architekten Herzog & de Meuron von 1999 bis 2001 erbaute Stadion hatte bei seiner Eröffnung ein Fassungsvermögen von 31'539 Sitzplätzen (mit Steh- anstelle Sitzplätzen in der Muttenzerkurve: 33'433). Für die Fussball-Europameisterschaft 2008 wurde das Stadion in den Jahren 2006 und 2007 ausgebaut. Es entstand ein dritter Rang (Galerie G) über dem bestehenden Sektor C. Dank dieser Erweiterung liegt die aktuelle Kapazität bei 42'500 Sitzplätzen. Nach der Europameisterschaft wird der Abstand der Sitze vergrössert um einen höheren Besucherkomfort zu ermöglichen. Somit verringert sich die Kapazität auf 38'500 Zuschauer.
Aussergewöhnlich ist, dass die Haupttribüne (Sektor A) durch kein Hindernis vom Spielfeld getrennt ist. In den anderen Sektoren trennt jeweils eine Werbebande und ein nur etwa einen Meter hohen Zaun die Zuschauer vom Spielfeld. Einzig vor der Muttenzerkurve (Sektor D) und dem Gästesektor wurden nach den Ausschreitungen vom 13. Mai 2006 ein hoher Zaun montiert. Ebenfalls hat es hinter den beiden Toren jeweils ein Netz, das Gegenstände, die aufs Feld geworfen werden, abfängt.
Ebenfalls aussergewöhnlich ist die Beleuchtung der neuen Galerie. Das Prinzip dazu weist Parallelen zur Münchner Allianz Arena auf, da es auch hier möglich ist, die Beleuchtung der jeweiligen Veranstaltungen anzupassen. So erstrahlt bei Heimspielen des FC Basel die Galerie in den Vereinsfarben Rot und Blau. Spielt hingegen die Schweizer Fussballnationalmannschaft in diesem Stadion, ist die Galerie nahezu vollständig in Rot beleuchtet mit grossen Schweizerkreuzen.
Anlässlich der von der Schweiz und Österreich gemeinsam ausgerichteten EM 2008 wird der St. Jakobs-Park der Hauptaustragungsort der Schweiz sein. In ihm werden das Eröffnungs- und zwei weitere Gruppenspiele, zwei Viertelfinale und ein Halbfinal ausgetragen.

Ort: Basel, Schweiz

Verein: FC Basel

Eröffnung: 15. März 2001

Erstes Spiel: FC Basel - Lausanne Sport 0:0

Kapazität: 42.500 Plätze



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Folgende Spiele finden während der EURO 2008 hier statt:

Gruppenphase Gruppe A

07.06.2008: Schweiz - Tschechien - 18:00

11.06.2008: Schweiz - Türkei - 20:45

15.06.2008: Schweiz - Portugal - 20:45

Viertelfinale

19.06.2008: Sieger der Gruppe A - Zweiter Gruppe B - 20:45

21.06.2008: Sieger der Gruppe C - Zweiter der Gruppe D - 20:45

Halbfinale

26.06.2008: Sieger 19.06.2008 - Sieger 20.06.2008 - 20:45


Terz



Schweiz



Die Schweiz nimmt an der EURO 2008 teil. Der News-Wert dieser Botschaft ist begrenzt. Bekanntlich ist die Schweiz als Gastgeber wie Österreich automatisch dabei. Im Gegensatz zum ÖFB-Team wäre aber auch eine herkömmliche Qualifikation keine Überraschung gewesen. Immerhin waren die Eidgenossen auch bei der EURO 2004 in Portugal und der WM-Endrunde 2006 vertreten.
In Deutschland schafften sie sogar das Kunststück Gruppensieger vor dem späteren Vizeweltmeister Frankreich (0:0) sowie Südkorea (2:0) und Togo (2:0) zu werden, letztlich aber ohne Gegentor in der regulären Spielzeit auszuscheiden. Im Achtelfinale setzte es nach einem 0:0 gegen die Ukraine ein 0:3 im Elferschießen.
An Selbstbewusstsein mangelt es den Kickern der "Nati" dennoch keineswegs. Sie handelten sich schon vor einem Jahr aus, dass jeder Spieler im Falle eines EM-Titelgewinns 540.000 Schweizer Franken (341.211 Euro) kassiert.
Der Unterschied zu Österreich lässt sich auch an den Visitkarten der Legionäre ablesen, auf die Jakob "Köbi" Kuhn (64), der seit Juni 2001 das Zepter des Teamchefs schwingt, zurückgreifen kann: Philipp Degen (Borussia Dortmund), Johan Djourou (Birmingham City), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Philippe Senderos (Arsenal London), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) oder Alex Frei (Borussia Dortmund) dienen nur als Beispiele. Sie alle stehen bei renommierten Vereinen im Ausland unter Vertrag.
Die Spielstärke der Schweizer Nationalmannschaft - die zuletzt bei zwei 0:1-Niederlagen gegen die USA und Nigeria allerdings etwas schwächelte - ist zum Teil auch ein Resultat gelungener Ausländerintegration. Einige Schlüsselspieler sind sogenannte "Secondos". Sie stammen aus Einwanderer-Familien, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Spanien, Italien und Frankreich oder später aus der Türkei ins Land gekommen waren: Djourou, Barnetta, Ricardo Cabanas, Hakan Yakin sowie die beiden Tormänner Diego Benaglio und Fabio Coltorti können als Beispiele herangezogen werden. Außerdem kommen etwa die Vorfahren von Senderos oder des Salzburg-Legionärs Johan Vonlanthen nicht aus der Schweiz
Bezeichnend ist auch die erfolgreiche Nachwuchsarbeit, die bereits 1995 von Hansruedi Hasler in Angriff genommen wurde und später in das Projekt "Footuro 08" überging. Hasler studierte in acht europäischen Ländern die Nachwuchskonzepte. Vordringlich besuchte er kleinere Länder wie Schweden oder Dänemark, von den "Großen" stattete er nur Frankreich eine Visite ab. Diese Recherchen tragen offenbar Früchte.
Ein gewisser Aufholbedarf wurde damit gestillt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Schweiz dereinst sogar eine Vorreiterrolle spielte und hierorts Pioniere und Lehrmeister des Fußballsports am Werk waren. So wurde der FC St. Gallen bereits 1879 gegründet, immerhin 15 Jahre bevor die Vienna als erster österreichischer "Football-Club" aus der Taufe gehoben wurde. Und bei der Verbreitung des Fußballsports in Europa hatten auch viele Schweizer ihre Hände bzw. Füße im Spiel. In Italien oder Spanien zum Beispiel. Fußballnationen, denen die Eidgenossen bei der EURO 2008 liebend gerne das Fürchten lehren würden.

Steckbrief

Größe: 41.285 km2

Einwohner: 7,5 Mio.

Hauptstadt: Bern

Staatsform: Parlamentarischer Bundesstaat (seit 1848)

Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch

Verband: Schweizerischer Fußballverband

Homepage: http://www.football.ch

Gründung: 1895

FIFA-Beitritt: 1904, UEFA 1954

Ausrüster: Puma

Trikots: Rot-Weiß

EM-Teilnahmen: 3 (1996, 2004, 2008)

Größte Erfolge: WM-Viertelfinale 1934, 1938 und 1954; WM-Achtelfinale 1994 und 2006; Silbermedaille bei Olympia 1924

Teamchef: Jakob "Köbi" Kuhn (seit Juni 2001)

Bekannteste Spieler: Philipp Degen (Borussia Dortmund), Johan Djourou (Birmingham City), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Philippe Senderos (Arsenal), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Alex Frei(Dortmund), Johan Vonlanthen (Red Bull Salzburg)

Unsere Schweizer Uhr sagt: Es ist an der Zeit, zu gewinnen


Das Panorama Resort in Feusiberg beherbergt Co-Gastgeber Schweiz.
Terz



Portugal

Portugals Fußball-Nationalmannschaft etabliert sich allmählich als EM-Dauergast. Die "Brasilianer Europas" sind nach der geschafften Qualifikation für die EURO 2008 zum bereits vierten Mal in Serie bei einer Endrunde vertreten. Allerdings muss das Team des brasilianischen Erfolgscoaches Luiz Felipe Scolari in Österreich und der Schweiz im Kampf um den ersten "großen" Titelgewinn erstmals ohne den "Weltfußballer von 2001" und mit 127 Einsätzen (32 Tore) Rekord-Teamspieler Luis Figo auskommen.
Seitdem an der EM-Endrunde 16 anstelle von nur 8 Teams teilnehmen dürfen, überstanden die dabei immer mit Figo angetretenen Portugiesen jeweils die Vorrunde. 1996 (in England) scheiterten die "Rot-Grünen" im Viertelfinale an Tschechien (0:1), 2000 (in Belgien/Niederlande) im Halbfinale knapp an Frankreich (1:2 nach Verlängerung) und bei der EM 2004 blieb Figo und Co. nur aufgrund eines Treffers von Griechenlands Charisteas (57.) im Finale in Lissabon der erhoffte Heimsieg verwehrt. Dazu holten die Portugiesen bei Figos letztem Auftritt im Nationaltrikot bei der WM in Deutschland im vergangenen Jahr den vierten Platz.
Vor der Zeit der "Goldenen Generation" rund um Inter-Mailand-Mittelfeldspieler Figo, Rui Costa, Team-Rekordtorschütze (47 Tore in 88 Spielen) Pauleta und Co. hatte sich der vierfache WM-Teilnehmer (1966, 1986, 2002, 2006) nur zweimal wirklich ins Rampenlicht gespielt. Bei der WM 1966 (in England) wurde die von Portugals Fußball-Idol Eusebio angeführte Nationalmannschaft Dritter, bei der EM 1984 (in Frankreich) kam erst im Halbfinale gegen die Gastgeber (2:3 nach Verlängerung) das Aus.
Geht es nach dem 59-jährigen Scolari soll die titellose Zeit nun endlich vorübergehen. "Felipao", Nachfolger von Antonio Oliveira und der erste Ausländer als Teamchef Portugals seit 1966 (damals der Brasilianer Otto Gloria), war im Jänner 2003 mit großen Ambitionen angetreten, wie er damals betonte: "Ich habe mit Kuwait den Golf-Cup gewonnen und war mit Brasilien Weltmeister (Anm./2002). Jetzt fehlt mir nur noch der EM-Titel."
In der Qualifikation waren die Portugiesen, bei denen der seit 2003 (und vorerst bis 2012) in Diensten von Manchester United stehende 22-jährige Jungstar Cristiano Ronaldo mit acht Quali-Toren herausragte, allerdings alles andere als souverän, holten gegen die restlichen drei Topteams Polen (1:2 in Polen/2:2), Serbien (1:1/1:1) und Finnland (1:1 in Finnland) keinen einzigen Sieg und mussten daher lange um das Endrundenticket zittern.
Neben dem "sportlichen Wellental" sorgte auch Coach Scolari für negative Schlagzeilen, stand kurz vor dem Rauswurf, nachdem er dem serbischen Teamspieler Ivica Dragutinovic während eines Handgemenges am Ende des Quali-Spiels Portugal - Serbien am 12. September in Lissabon einen Faustschlag ins Gesicht hatte verpassen wollen. Schlussendlich war "Big Phil" aber mit einer 35.000-Euro-Geldstrafe vom Verband und einer Sperre für drei Matches vonseiten der UEFA davongekommen. Deshalb durfte er erst wieder beim aufstiegsentscheidenden 0:0 gegen Finnland an der Linie stehen.

Steckbrief:


Größe: 92.345 km2

Einwohner: 10,6 Mio.

Hauptstadt: Lissabon

Staatsform: Republik

Sprache: Portugiesisch

Verband: Federacao Portuguesa de Futebol (FPF), gegründet 1914

Homepage: http://www.fpf.pt

FIFA-Beitritt: 1923, UEFA 1954

Ausrüster: Nike

Trikots: Rot-Grün

EM-Teilnahmen: 5 (1984, 1996, 2000, 2004, 2008)

Größte Erfolge: WM-Dritter 1966, WM-Vierter 2006, Vize-Europameister 2004

Teamchef: Luiz Felipe Scolari (seit 1.1.2003)

Bekannteste Spieler: Cristiano Ronaldo, Nani (beide Manchester United), Deco (Barcelona), Pepe (Real Madrid), Simao, Maniche (beide Atletico Madrid)

Portugal pela Selecção - Campeão por Tradição


Das Beau Rivage in Neuchatel dient den Portugiesen als Unterkunft.
Terz



Tschechien


Die Fußball-Nationalmannschaft der Tschechischen Republik hat den Generationswechsel offenbar mit Erfolg vollzogen. Im "Jahr eins" nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM in Deutschland qualifizierte sich die Auswahl von Teamchef Karel Brückner in souveräner Manier für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz - als Gruppensieger vor Deutschland. Österreich hatte im August in Wien ein 1:1 gegen die Tschechen erreicht.
Der bald 68-jährige Brückner, der seit Dezember 2001 im Amt weilt, strafte mit der vierten Teilnahme eines rein tschechischen Teams an der EM-Endrunde seine Kritiker Lügen. Seit einer 1:2-Heimpleite gegen Deutschland im März samt einer rauschenden Party einiger Spieler stand der Teamchef unter Erfolgsdruck, Medien forderten eine neue, harte Hand. Von Verbandsseite wurden auch Gespräche mit dem bei Salzburg beurlaubten Lothar Matthäus geführt.
Für den bis Herbst 2008 unter Vertrag stehenden Alt-Coach spricht jedoch, dass er den Umbau nach der wohl bittersten Stunde des tschechischen Fußballs geschafft hat. Bei der EURO 2004 schickte sich die mit Jungstars wie Tomas Rosicky verstärkte "Goldene Generation" um Mittelfeldstratege Pavel Nedved am Höhepunkt ihres Zenits an, in die Fußstapfen jener tschechoslowakischen Auswahl zu treten, die mit dem 5:3-Finalsieg im Elfmeterschießen gegen die BRD 1976 den Titel errungen hatte.
Schon 1996 hatten die Tschechen überrascht, als man Deutschland im Finale im Wembley-Stadion erst durch das erste "Golden Goal" der Geschichte 1:2 unterlegen war, vier Jahre später war man in der schwierigsten Vorrundengruppe am Heimteam Niederlande und dem späteren Europameister Frankreich gescheitert - der große Wurf sollte demnach auf der iberischen Halbinsel folgen.
Doch im Halbfinale fanden die kombinationsfreudigen Tschechen unglücklich im späteren Champion Griechenland (0:1 n.V.) ihren Meister. Unmittelbar nach der Pleite erklärte ein frustrierter Nedved seinen Rücktritt, um nach geschaffter WM-Quali Ende 2005 sein Comeback zu geben - ohne Erfolg. Auch Altstars wie Rekordnationalspieler Poborsky oder Smicer zogen sich daraufhin zurück.
Trotz "Oldies" wie Jan Koller oder Tomas Galasek (beide 34) haben bei Österreichs nördlichem Nachbarn nun andere Spieler das Kommando übernommen. Zu Stars gewachsen sind Torhüter Petr Cech (Chelsea), Neo-Kapitän Rosicky (Arsenal) oder Milan Baros (Olympique Lyon), mit Karel Pitak von Red Bull Salzburg darf sich auch ein Österreich-Legionär Chancen auf einen Kader-Platz im EM-Aufgebot ausrechnen.
Dass Tschechiens Fußball-Szene über großes Potenzial verfügt, zeigte unlängst die U20-WM in Kanada, als sich die junge tschechische Auswahl erst im Finale Argentinien geschlagen geben musste. Mit Martin Fenin und dem um fünf Mio. Euro zum VfL Wolfsburg transferierten Jan Simunek stehen bereits zwei Akteure im A-Team.


Steckbrief:



Größe: 78.866 km2

Einwohner: 10,23 Mio.

Hauptstadt: Prag

Staatsform: Republik (seit 1993)

Sprache: Tschechisch

Verband: Ceskomoravsky Fotbalovy Svaz (CMFS), gegr. 1901

Homepage: http://www.fotbal.cz

FIFA-Beitritt: 1907/1994, UEFA 1993

Ausrüster: Puma

Trikots: Rot-Weiß-Blau

EM-Teilnahmen: 4 (seit 1996), Tschechoslowakei: 3

Größte Erfolge: EM-Finale 1996, EM-Halbfinale 2004. Tschechoslowakei: WM-Finale 1934, 1962, Europameister 1976, Olympiasieger 1980

Teamchef: Karel Brückner (seit Dezember 2001)

Bekannteste Spieler: Tomas Rosicky (Arsenal), Milan Baros (Olympique Lyon), Jan Koller (AS Monaco), Petr Cech (Chelsea), Marek Jankulovski (AC Milan)

Nechceme jen úcast pouhou, vítezství je naší touhou!

Tschechien macht es sich im Dorint Sofitel in Seefeld gemütlich.
Terz



Türkei


Erstmals seit dem historischen dritten Rang bei der WM 2002 in Asien hat sich die Türkei wieder für ein Fußball-Großereignis qualifiziert. Die Unterstützung der Türken bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz wird sensationell sein. Dafür werden auch die zahlreichen in Österreich lebenden Landsleute von Emre Belözoglu, Hakan Sükür, Yildiray Bastürk und Co. sorgen.
Nach Angaben der türkischen Botschaft in Wien, die sich auf Statistiken von 2005 bezieht, leben rund 114.000 Türken in Österreich. Dazu kommen fast noch einmal so viele Bürger türkischer Herkunft mit österreichischem Pass - nämlich rund 100.000. Den Löwenanteil machen die fast 40.000 Türken in der EM-Finalstadt Wien aus.
Hinzu kommen die Hunderttausenden Türken aus dem Nachbarland Deutschland, die um das "Heimspiel" bei der WM 2006 aufgrund des bitteren Playoff-Scheiterns gegen die Schweiz umgefallen waren. Damals hatten sich die Türken als äußerst schlechte Verlierer gezeigt, der 4:2-Sieg der Schweizer in Istanbul war von wüsten Handgreiflichkeiten nach Schlusspfiff auf dem Rasen und in den Kabinengängen überschattet worden.
Es ist eigentlich alles andere als selbstverständlich, dass die Türkei 2008 die dritte EM-Teilnahme nach 1996 (tor- und punktlos in der Vorrunde gescheitert) und 2000 in Angriff nimmt. Denn nur 23.000 Quadratkilometer des türkischen Territoriums liegen in Europa, das sind nur drei Prozent. Der Rest ist asiatisches Gebiet.
Betreut wird das Team von der türkischen Fußball-Legende Fatih Terim. Der 54-jährige langjährige Teamkicker führte die Türkei 1996 zur ersten EM der Geschichte und Galatasaray Istanbul 2000 zum UEFA-Cup-Triumph. Es war dies der erste und bisher einzige türkische Europacupsieg der Geschichte. Danach arbeitete Terim in Italien bei Fiorentina und AC Milan, ehe er im Juni 2005 seine zweite Teamchef-Ära begann.
Doch wirklich souverän war die Quali-Kampagne der Türken keinesfalls. Terim experimentierte sehr viel und wurde dafür von der Öffentlichkeit trotz seines Heldenstatus hart kritisiert. Nach tollem Start (u.a. 4:1 auswärts gegen den Erzrivalen Griechenland) geriet der Motor ins Stocken: 2:3 in Bosnien-Herzegowina, 2:2 auf Malta, 1:1 in Moldawien und 0:1 daheim gegen Griechenland. Erst das 2:1 in Norwegen brachte die Türken dann wieder auf EURO-Kurs.

Steckbrief:


Größe: 779.452 km2

Einwohner: 72,065 Mio.

Hauptstadt: Ankara

Staatsform: Republik (seit 1923)

Sprache: Türkisch

Verband: Türkiye Futbol Federasyonu (TFF), gegründet 1923

Homepage: http://www.tff.org

FIFA-Beitritt: 1923, UEFA 1962

Ausrüster: Nike

Trikots: rot-weiss

EM-Teilnahmen: 3 (1996, 2000 und 2008)

Größte Erfolge: WM-Dritter 2002, EM-Viertelfinalist 2000

Teamchef: Fatih Terim (seit Juni 2005)

Bekannteste Spieler: Emre Belözoglu (Newcastle United), Hamit Altintop (Bayern München), Hakan Sükür (Galatasaray Istanbul), Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart)


Türkiye iki kitada; önce dostluk sonra kupa!


Im noblen "La Reserve" Hotel in Genf steigt die Türkei ab.
Terz


Deutschland



Deutschland ist seit Juli 2006 wieder wer auf der internationalen Fußballbühne. Nachdem die DFB-Elf mit dem "Sommermärchen" und Rang drei bei der Heim-WM vor zwei Jahren auf denkbar charmante Weise ihre Talfahrt gestoppt hatte, qualifizierte sich der dreifache Rekord-Europameister (1972, 1980, 1996) souverän als erste Mannschaft für die EURO 2008. Das DFB-Team zählt also nicht nur aufgrund ihres Nimbus' als schwer zu knackende Turniermannschaft zum engsten Favoritenkreis.
Ganz nüchtern betrachtet, reist Deutschlands Nationalteam als Halbfinalist der vergangenen WM zur EURO 2008. Tatsächlich kommen Klose & Co aber als "Weltmeister der Herzen", die sich beim Großereignis auch mit "undeutschen", attraktiven Fußballtugenden die Gunst der Fans erspielten. Zwar hat Deutschland nicht seinen damaligen Trainer Jürgen Klinsmann, dafür aber den Schwung aus dem Turnier mitgenommen.
"Klinsi"-Nachfolger Joachim Löw startete mit fünf Siegen und legte so die beste Auftaktserie eines deutschen Bundestrainers hin. Unter dem seit August 2006 im Amt weilenden 47-Jährigen wird großteils das umgesetzt, was schon in der Ära Klinsmann zwar nicht zum WM-Titel, in gewissem Maß aber doch zum Erfolg führte. Altbewährtes wurde da mit dem Bekenntnis zum Offensivfußball und damit einer durchaus schlagkräftigen Kombination verbunden, die die deutschen Fans in Ekstase versetzte und international für Respektsbekundungen sorgte. Der fade Erfolgskick, den die DFB-Auswahlen jahrelang praktiziert hatten, war passe.
Nach seinem Amtsantritt verzichtete der zurückhaltende Löw, mit einer ähnlichen Trainingsphilosophie ausgestattet wie sein Vorgänger, aus gegebenem Anlass auf einen großen Umbau der WM-Truppe. Bis auf wenige Ausnahmen setzt er auf jene Spieler, die schon 2006 dabei waren. So vertraut Löw auch weiter auf Stürmer Lukas Podolski, obwohl der Jungstar im Starensemble von Bayern München einen schweren Stand hat. Der aktuell erfolgreichste DFB-Stürmer dankt es seinem Trainer mit Toren.
Die Herzen haben Lehmann, Ballack, Klose und Co. erobert. Im Land mit dem Selbstverständnis einer Fußball-Großmacht dürsten die Fans aber wieder nach handfesten Triumphen. Den letzten großen Auftritt hatte man bei der EM in England, wo sich die DFB-Elf dank des ersten Golden Goals der EURO-Geschichte 1996 durch den jetzigen Teammanager Oliver Bierhoff den Titel holte. Ein Blick auf die nachfolgenden Europameisterschaften sollte auch "Jogi" Löw Warnung sein. Nach den Schlappen 2000 und 2004 waren seine Vorgänger Erich Ribbeck bzw. Rudi Völler jeweils nach dem Abschied in der Gruppenphase auch ihre Jobs los.


Steckbrief:


Größe: 357.093 km2

Einwohner: 82,47 Mio.

Hauptstadt: Berlin

Staatsform: Bundesrepublik

Sprache: Deutsch

Verband: Deutscher Fußballbund (DFB), gegründet 1900

Homepage: http://www.dfb.de

FIFA-Beitritt: 1904, UEFA 1954

Ausrüster: Adidas

Trikots: Weiß-Schwarz

EM-Teilnahmen: 10 (1972 - 2008)

Größte Erfolge: Weltmeister 1954, 1974, 1990, Vize-Weltmeister 1966, 1982, 1986, 2002, WM-Dritter 1934, 1970, 2006; Europameister 1972, 1980, 1996, EM-Zweiter 1976, 1992

Teamchef: Joachim Löw (seit Juli 2006)

Bekannteste Spieler: Michael Ballack (Chelsea), Jens Lehmann (Arsenal), Miroslav Klose, Lukas Podolski (beide Bayern München), Christoph Metzelder (Real Madrid)

Über die Berge - bis an die Spitze - wir holen den Pokal!


Il Gilardino in Ascona: Hier wohnt das deutsche Nationalteam.