Lost Places - verschollen und vergessen

Seide
Interessantes Thema....

Hab auch was für Euch: den A1-Ring, früher Österreich Ring bei Zeltweg in Österreich....

Das war immer ein Ereignis, wenn die Formel 1 ausgetragen wurde.... dann wurde der Ring für teures Geld umgebaut und bald drauf wurden die Rennen hier nicht mehr ausgetragen...

Dann wollte der RedBull-Chef Mateschitz da ein Riesenzentrum für alles Mögliche hinbauen und hat die Tribünen und einiges mehr abgerissen, was alles grad ein paar Jahre vorher neu gebaut worden war..... Plötzlich hat das Land die Genehmigung nicht erteilt und jetzt passiert gar nix mehr... die Strasse ist noch da, wird aber für nix mehr genutzt.... alles andere ist niedergerissen... Erst gab es eine Riesenaufregung, aber inzwischen gammelt da alles vor sich hin und es interessiert eigentlich keinen Menschen mehr.....

lg
Seide
Terz
Mehr steht wie immer dei Wikipedia über dieses ehemalige berühmte Bauwerk im Herzen Berlins. Viele (West) Berliner der älteren Generation bedauern bis Heute noch den Abriss des Sportpalastes.


http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Sportpalast



Gruss smile
pietke
Hier ein Teilstück mit der alten Eisanbahnbrücke über den Teltowkanal, die alte Trassenführung ist noch gut zu erkennen.
Mehr gibt es auf Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Potsdamer_Eisenbahn
Terz
Die Versöhnungskirche zu Berlin befand sich im Todesstreifen an der Bernauer Strasse. Um den DDR-Grenzposten ein freies "Schussfeld" zu gewährleisten, wurde sie im Januar 1985 durch die DDR komplett gesprengt. traurig


Mehr bei Wikipedia unter:


http://de.wikipedia.org/wiki/Versöhnungskirche_(Berlin)



Gruss smile
Fritzchen
Verschollen und vergessen wäre übertrieben, aber immerhin ziemlich alt: Die Palmschleuse bei Lauenburg wurde 1398 in Betrieb genommen, ist aber heute nicht mehr in Betrieb.
Im Ausschnitt ist sie erkennbar als ovales Becken in der Bildmitte.
Mehr - wie gewohnt - bei Wikipedia.

Wünsche noch einen entspannten restlichen Feiertag!
Terz
Nach dem Tod des letzten Häftlings (Rudolf Heß), wurde das "Spandau-Prison" 1987 vorsorglich abgerissen, um zu verhindern das es als Gedenkstätte für Neo-Nazis etc. dient. Der Bauschutt wurde pulverisiert und in die Nordsee geschüttet. Heute steht an seiner Stelle ein Einkaufszentrum.


http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsverbr...fängnis_Spandau


Gruss
Fritzchen
Die Geschichte des ehem. Flugplatzes Staaken begann ca. 1916, zu dieser Zeit siedelte sich dort eine Luftschiffproduktion an. Das Gelände wurde zum Flugplatz ausgebaut. Linienverkehr mit Zeppelinen und Flugzeugen wurde aufgenommen, doch in den Zwanzigern gewann der Flughafen Tempelhof, der zentraler liegt, immer mehr an Bedeutung.
Im 2. Weltkrieg diente der Flugplatz meines Wissens militärischen Zwecken, 1945 endete die flugtechnische Nutzung.

Sehr schön sind noch die sich kreuzenden Startbahnen zu erkennen. Die Gebäude, die sich am östlichen Rand befanden, sind längst alle abgerissen. Vor kurzem erst wurde eine neue Straße quer über das Gelände gebaut (Nord-Süd-Verlauf).

Auch interessant: In den Zwanzigern wurden in leerstehenden Luftschiffhallen Filme gedreht, der berühmteste dürfte "Metropolis" von Fritz Lang sein.
Danni
Flughafen Johannisthal, Berlin

Dies ist meines Erachtens der erste Flugplatz Deutschlands. Soweit ich weiß wurde er 1906 erbaut und 1995 abgerissen.
Hexe72
Die 1953 in Polens Hauptstadt Warschau erbaute Skarpa-Schanze ist mittlerweile völlig verfallen. Der Anlaufturm der eh -maligen Mattenschanze ist abgebrochen und der Aufsprunghang völlig zugewachsen.
Mooki
Die Hubbrücke Karnin ist ein Teil der ehemaligen Eisenbahnlinie von Ducherow nach Swinemünde, welche 1868 gebaut wurde.

Sie war bis zu ihrer Zerstörung am 28. April 1945 die wichtigste Verkehrsanbindung von Usedom an das Festland. Die Brücke quert die Peene zwischen Kamp und Karnin. Diese Verbindung war für die touristische Entwicklung der Insel, aber auch für den Standort militärischer Einrichtungen auf Usedom (Munitionslager bei Usedom, Heeresversuchsanstalt Peenemünde ab 1936) von großer Bedeutung. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke von der Wehrmacht gesprengt, um der Roten Armee den Vormarsch zu erschweren. Nach dem Krieg wurde die Bahnverbindung und mit ihr die Brücke nicht mehr aufgebaut.

Dieses hochinteressante technische Meisterwerk im Süden der Insel Usedom, daß durch engagierte Eisenbahnfreunde und Bürger im Jahre 1990 gerettet werden konnte, gehört heute zum Denkmalensemble Karnin.
Mooki
Schleusentreppe Niederfinow

Sie wurde 1914 fertiggestellt und überwindet den Höhenunterschied vom Oder-Havel-Kanal zur Oder. Die Schleusentreppe besteht aus 4 Schleusenkammern, die jeweils 9m Gefälle überwinden. Um die Wasserverluste im Oder-Havel-Kanal zu verringern, wurde neben jede Schleusenkammer mit einer eine Sparkammer ausgestattet. Die gesamte Schleusenanlage war elektrisch betrieben.

Mit der Fertigstellung des Schiffshebewerkes 1934 wurde die Schleusentreppe überflüssig. 1972 wurde sie endgültig stillgelegt. Seit 1991 ist die Anlage in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen.

Nachtrag zu Posting "Stammbahn Berlin-Potsdam" von pietke
Die Brücke aus dem Placemark gehört leider nicht zur Berliner Stammbahn sondern zur sogenannten Friedhofsbahn Wannsee - Dreilinden - Stahnsdorf.
Im Anhang ein Overlay der Streckenführung.

Zitat:
Original von stillgelegte-s-bahn.de
Friedhofsbahn - ein makaberer Name? Keinesfalls. Hier gab es keine schweren Unfälle, sondern der Zweck dieser Strecke bestand in der Verkehrsanbindung der um 1905 außerhalb der Stadt angelegten großen Friedhöfe. 1913 fuhr der erste Dampfzug von Wannsee über den Haltepunkt Dreilinden nach Stahnsdorf. Für viele "Fahrgäste" war es tatsächlich die letzte Fahrt: Die Leichen wurden vom Güterbahnhof Halensee, der eine "Leichenabfertigungshalle" besaß, mit der Bahn befördert. 1928 ging die Stromschiene in Betrieb und auf der eingleisigen Strecke pendelte alle 20 Minuten eine S-Bahn.
Nach 1952 durften West-Berliner die DDR nur mit Sondergenehmigung betreten. Somit blieben die Fahrgäste aus. Mit dem Mauerbau 1961 wurde der Verkehr eingestellt. Durch die Lage im Sperrgebiet sind heute noch etliche Spuren zu finden.


Quelle : Stillgelegte-s-bahn.de und Bahnstrecken.de und natürlich Wikipedia
Mooki
Berliner S-Bahn-Strecken außer Betrieb

Die Siemensbahn Jungfernheide - Gartenfeld
Die Siemensbahn Jungfernheide - Gartenfeld ist eine der wenigen Berliner S-Bahn-Strecken, die schon beim Bau ausschließlich für die elektrische S-Bahn vorgesehen waren. 1929 ging die Strecke in Betrieb. Die Firma Siemens, deren Werksgelände auf einem 800 Meter langen stählernen Viadukt überspannt wird, bezahlte damals den größten Teil der Baukosten. Seit dem Reichsbahner-Streik 1980 ist die Strecke außer Betrieb. Einen halben Monat später (!) übernahm die neugebaute U-Bahn die Verkehrsaufgaben.

Sellheimbrücke Wartenberg - Sellheimbrücke [ - Karower Kreuz]
Seit 1985 fährt die S-Bahn parallel zum Berliner Außenring BAR bis nach Wartenberg. Der Weiterbau nach Sellheimbrücke und der perspektivische Lückenschluss zur Stettiner Bahn am Karower Kreuz war bei der Reichsbahn schon beschlossene Sache. Das Trassee neben den Ferngleisen wurde vorbereitet, planiert und es wurden Brücken gebaut. Schließlich sollte auf den Feldern von Malchow und Karow ein weiteres großes Ost-Berliner Neubaugebiet entstehen. Dieses sollte mit einem S- und Fernbahnhof sowie einer U-Bahnlinie erschlossen werden. Dieser Fernbahnhof Malchow sollte eines Tages den als Provisorium gebauten und noch heute genutzten Fernbahnhof Hohenschönhausen ersetzen.
Es war in der DDR zum Teil üblich, dass zuerst ein leistungsfähiger Verkehrsweg gebaut und dann um diesen herum mit dem Wohnungsbau begonnen wurde. So sollte auch hier die S-Bahn den Häusern vorauseilen und die Baustellen erschließen, die in den 1990er Jahren entstehen sollten.
Doch es kam bekanntlich anders. Nach 1990 waren Plattenbaugebiete im Osten Berlins nicht mehr gefragt und die Planungen wanderten in den Papierkorb. Lediglich die Vorbereitungen für die S-Bahn waren schon ausgeführt. 1993 verabschiedete man sich auch formal vom S-Bahn-Bau nach Sellheimbrücke.
So liegt die Trasse seit über 10 Jahren ungenutzt und zum Teil überwachsen inmitten von Feldern und erinnert an die großen Pläne des sozialistischen Wohnungsbauprogramms.

Velter S-Bahn Hennigsdorf - Velten
Auf dem Abschnitt Hennigsdorf - Velten der Kremmener Bahn verkehrten von 1927 bis 1983 elektrische S-Bahnen. Der Haltepunkt Hohenschöpping entstand 1938 für die in der Nähe ansässigen Rüstungsbetriebe. 1958 kam der Umsteigebahnhof Hennigsdorf Nord am neugebauten Außenring hinzu. Seit 1961 gab es einen Inselbetrieb ohne Verbindung zum Stammnetz der S-Bahn, weil die Zonengrenze den Ast abschnitt. Die Triebwagenhalle in Velten ermöglichte die Wartung der Fahrzeuge.
1962 bis 1964 war ein Gleis des Abschnitts von Hennigsdorf - Westkurve - Außenring - Rbf Wustermark probeweise mit 25kV 50Hz Oberleitung elektrifiziert. Es fanden Versuchsfahrten statt.
1983 wurde der S-Bahn-Betrieb beendet und auf herkömmliche Oberleitung umgestellt.
1987 kam die Stromschiene wieder, aber nur zu Versuchszwecken. Die vom LEW Hennigsdorf neugebauten S-Bahn-Züge wurden hier auf einem Prüfgleis erprobt. 1998 erreichte die S-Bahn wieder von Berlin aus Hennigsdorf. Die Oberleitung auf dem ehemaligen S-Bahn-Gleis wurde zurückgebaut. Heute verkehren Diesel-Triebwagen. Das Prüfgleis wird derzeit für das Bombardier-Werk in Hennigsdorf genutzt und ist mit Stromschiene und Oberleitung ausgerüstet. Hier sind zuweilen exotische Fahrzeuge anzutreffen, so zum Beispiel Metrozüge für Schanghai.

Quelle : Stillgelegte-s-bahn.de
Mooki
Der Grenzlandring (im europäischen Ausland kannte man ihn zu seiner Rennsportzeit auch als „Wegbergring“) ist eine ursprünglich 9.005 Meter lange und 6,8 Meter breite birnen- oder eiförmige Ringstraße, die vor dem Zweiten Weltkrieg am linken Niederrhein als militärische Versorgungs- und Transportstraße errichtet wurde.

Auf diesem Beton-Ovalkurs mit minimal überhöhten Kurven fanden wenige Jahre nach Ende des Krieges vor bis zu 300.000 Zuschauern insgesamt fünf große Auto- und Motorradrennen statt. Die Hochgeschwindigkeitsbahn wurde zu dieser Zeit gerne als „die schnellste Rennstrecke der Welt“ bezeichnet, bevor einer der schwersten Unfälle der internationalen Rennsportgeschichte die motorsportliche Nutzung abrupt beendete.

Quelle : Wikipedia
Mooki
Die Bernauer Schleife war eine Rennstrecke bei Bernau nördlich von Berlin. Die Streckenlänge betrug 5,851 km.

Von den 30er Jahren bis 1973 fanden dort Motorrad- und Autorennen statt. Um nach dem Mauerbau auch West-Berliner Fahrern die Teilnahme an den Rennen zu ermöglichen, wurde zu jedem Rennen die Berliner Stadtgrenze offiziell bis hinter Bernau verschoben. Die Rennstrecke war mit einer Steilkurve versehen, die in den 90er Jahren abgerissen wurde.

Die Bernauer Schleife ist heute Bestandteil des Dreieck Schwanebeck an der A11. Ein Befahren der Strecke als Rundkurs ist nicht möglich.

Quelle : Wikipedia

Rennergebnisse der Bernauer Schleiferennen :
Formula 2 : [1952] [1953] [1954] [1955]
Formula Junior : [1960] [1961] [1962] [1963]
Formula 3 : [1964] [1965] [1967] [1968] [1969] [1970] [1971]

Der Streckenverlauf ist aus dem Overlay in der KMZ ersichtlich.
Mooki
Fink II ist der Tarnname des am Rüschkanal auf Finkenwerder gelegenen U-Boot-Bunkers, der 1941 bis 1944 auf dem Gelände der Deutschen Werft gebaut wurde. 1945 wurde er gesprengt.

Bei den Bauarbeiten zur Verlängerung der Airbus-Landebahn stieß man auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Werft auf den verschütteten U-Boot Bunker.

Heute ist der ehemalige U-Boot-Bunker Fink II zum Mahnmal "Denkmal Bunkerruine" umgestaltet. Es wurde am 26. August 2006 zusammen mit dem Rüschpark eröffnet.

In der KMZ ist ein Overlay mit einem älteren GE-Bild, das die Bunkerreste besser zeigt.

Quelle : Wikipedia
Mooki
Festung Küstrin

Die Geschichte der Festung Küstrin reicht bis ins XVI. Jahrhundert zurück. Von den Hohenzollern als befestigte Residenz (Hauptstadt der Neumark) in altitalienischem Stil erbaut, wurde sie im XVII und XVIII Jahrhundert zuerst von niederländischen später dann von französischen Ingenieuren ausgebaut. Neue Werke kamen hinzu. Seit dem 30jährigen Krieg wurde die dort stationierte Garnison ständig erweitert. Anfang des XVIII Jahrhunderts zählte die Küstriner zu den bedeutendsten Festungen im preußischen Königreich.

Während des I. Weltkrieges befand sich im Fort Gorgast ein Gefangenenlager, nach dem Kriege waren dort Optanten (Deutsche, die sich entschieden haben, aus dem neuentstandenen Polen nach Deutschland umzusiedeln). Danach diente das Fort als Munitionslager. Aufgrund seiner abseitigen Lage, und der Erdaufschüttungen war es dafür geradezu prädestiniert. Am Ende des II. Weltkrieges kam es in der Umgebung zu schweren Kämpfen. Im Fort hatte sich eine Einheit der Roten Armee verschanzt. Die Spuren chaotisch angelegter Schützengräben, die die Soldaten in die Brustwehren des Artilleriewalls gegraben haben, sind noch heute zu sehen. Dies war das einzige Mal in der Geschichte, dass das Fort als strategisch wichtiger Stützpunktes fungierte.
Die Rote Armee betrachtete das Werk als vollwertige „Festung“. Um diese ''unschädlich'' zu machen, sprengten sowjetische Einheiten alle betonverstärkten Teile im Forts. Durch die Sprengung wurden unter anderen auch die Unterstände auf dem Artilleriewall und auf den vorderen ''Bastionen'' fast völlig zerstört.

Bis zur „Wende“ in der DDR nutzte die Nationale Volksarmee das Fort als Munitionslager (Entsorgungsstätte). Um den Zugang zur nahegelegenen Bahn zu erleichtern, wurde ein Teil des Wassergrabens zugeschüttet, und der so entstandene Weg mit Betonplatten ausgelegt. Diese Betonstraße durchschneidet nun regelrecht die rechte ''Halbbastion“. Auch im Inneren des Forts ist einiges verändert worden. Die ursprünglichen Fenster wurden herausgerissen und durch graue Stahltore ersetzt. Auf dem ehemaligen Waffenplatz des Werkes entstanden mehrere kleine Zweckbauten, die die kleine NVA-Mannschaft nutzte, und die zugleich den Blick auf das Werk verstellten.

Heute werden die relativ gut erhaltenen Teile des Forts schrittweise saniert. Der Verein „Fort Gorgast“ e.V. ist bemüht, die historische Bausubstanz zu retten.

Quelle : fort-gorgast.de
Mooki
Führerhauptquartier "Wolfsschlucht 2"

Zwischen 1940 und 1944 wurden in Belgien und Frankreich vier Anlagen als Führerhauptquartiere errichtet und zum Teil auch nahezu fertiggestellt.
Wolfsschlucht 2 war mit über 750 Bunkern die umfangreichste Anlage

Das FHQ würde für die Invasion von England gebaut, die Bauzeit war von 1941 bis 1942. In diesen Jahren wurde ein Komplex an Bunkern und Verteidigungsanlagen errichtet.

Der riesige Aufwand für die Bunkeranlage stand in keinem Verhältnis zum Nutzen, da Hitler nur ein einziges Mal in Wolfsschlucht 2 war und das nur für wenige Stunden.

Nach dem Krieg wurde der Komplex des FHQ durch das NATO benutzt. Nachdem Frankreich das NATO verließ, nutze die französische Armee das Gelände für einige Zeit als Ausbildungslager für französische Kommandotruppen.
Seitdem die französische Armee das Gelände verlies, verfallen die Gebäude.
erdspanner
Super Beiträge und Bilder, finde ich voll interessant. positiv

Kann jetzt zwar keine Bilder liefern, aber die alte Steilkurve in Monza ist auch schon so bewuchert wie die Bilder auf der ersten Seite. Habe ich dies Jahr gesehen, als ich MSC bei seinem letzten Quali auf Europäischen Boden bewundern durfte! Freude
Mooki
Hermann Görings Privatresidenz "Carinhall"

Der Waldhof Carinhall war Hermann Görings Privatresidenz. Der aus einer Jagdhütte entstandene Waldhof hat seine Namen von Görings erster Frau Carin, die am 1931 starb. Eigens für sie wurde auch eine Gruft in der Nähe des Waldhofes erbaut.

In den Ausstellungsräumen von Carinhall war die überwiegend aus sogenannter Beutekunst bestehende Privatsammlung von Hermann Göring untergebracht. Dort empfing er gern ausländische Staatsgäste, mit denen er Jagdausflüge in die Schorfheide unternahm.

Am 28. April 1945 wurde auf Befehl Görings, kurz vor dem Eintreffen der Roten Armee, gesprengt.
Mooki
Das vergessene Fort - Modellfort im Park von Sanssouci

„Prinzenspielplatz“, „Prinzenfort“ oder „Prinzenspielburg“, unter diesem Namen kennen die Potsdamer das kaiserliche Modell-Fort von 1893 im Park von Sanssouci.

Das Modell-Fort im Park von Sanssouci ist ein einzigartiges, ursprüngliches Zeugnis aus der frühesten Periode der Panzerfortifikation. Da diese Befestigungsweise prägend für das gesamte zwanzigste Jahrhundert war, handelt es sich bei diesem Festungsmodell um ein baugeschichtliches Denkmal von europäischem Rang.

Das Fort im Park von Sanssouci, so nannten Eingeweihte die Mini-Festungsanlage, wurde im Auftrag von Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1893 als Modell im Maßstab 1:10 testtauglich errichtet, um die militärische Verteidigung auf den neuesten Stand zu bringen.

Die damaligen Festungsanlagen drohten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Wettkampf mit der Artillerie zu unterliegen.
Um die Frage zu klären, welche der vorgeschlagenen Geschützpanzer am Besten geeignet sind, wurde beschlossen, hier an dieser Stelle im Park von Sanssouci, ein Fort-Modell zu bauen, an dem diese Frage mit allen Verantwortlichen, einschließlich Kaiser Wilhelm II., entschieden werden konnte.

Fort Hahneberg Berlin-Spandau

Am äußersten Westrand Berlins gelegen, gilt das 1888 nach sechsjähriger Bauzeit fertig gestellte Fort Hahneberg als letzter Festungsneubau in Deutschland. Zum Schutz des Rüstungszentrums Spandau wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 ein Festungsgürtel von vier Forts um die Stadt geplant, von denen aber nur eines realisiert wurde, da die Entwicklung der Artilleriegeschosse, vor allem die Einführung der Brisanzgranate, diese Art von Befestigung inzwischen unwirksam gemacht hatte.

Nach seiner Indienststellung wurde das Fort bis 1945 u.a. als Kaserne und Zentralarchiv für Wehrmedizin vorwiegend militärisch genutzt. Von 1924 – 1934 wurde es teilweise dem „Flugtechnischen Verein Spandau 1924 e.V.“ überlassen, der dort Segelflugzeuge baute. Nach Kriegsende wurden Teile des aus Ziegelstein errichteten Bauwerks zur Gewinnung von Baumaterial für den Wiederaufbau Berlins abgerissen. Bis 1990 befand sich das Fort im Bereich der Sperranlagen der Grenzübergangsstelle Heerstraße und ist erst seit 1990 der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Seit 1993 wird es von der "Arbeits- und Schutzgemeinschaft Fort Hahneberg e.V." betreut, die regelmäßig Führungen anbietet.

Während des Buchrucker-Putsches am 1. Oktober 1923 wurde das Fort zusammen mit der Spandauer Zitadelle für kurze Zeit von Putschisten besetzt, die sich aber bald regulären Reichswehreinheiten ergeben mussten.

Quellen siehe KMZ.