Schrecklicher Tod auf der A29 nahe Oldenburg

Terz
Ein Unbekannter hat einen schweren Holzklotz von einer Autobahnbrücke geworfen und damit die Mutter zweier Kinder getötet. Eine 22-köpfige Mordkommission ermittelt.

Zunächst würden alle Hinweise aus der Bevölkerung ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher in Oldenburg. Die Polizei hofft, dass insbesondere Besucher nahe gelegener Osterfeuer etwas gesehen haben könnten. Bereits am Ostermontag hat die Polizei 3000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des unbekannten Täters führen.
Zudem haben Ermittlerteams das Wohngebiet in der Nähe des Tatorts an der Autobahn 29 nahe dem Kreuz Oldenburg-Nord durchforstet und Anwohner befragt. Die Brücke über der Autobahn verbindet zwei Ortsteile von Oldenburg miteinander. Die Polizei geht davon aus, dass zur Zeit des schrecklichen Vorfalls viele Einwohner dort unterwegs waren und möglicherweise etwas gesehen haben könnten.
Die 33-jährige Mutter starb vor den Augen ihrer schockierten Familie. Das Ehepaar war mit Tochter und Sohn am Sonntagabend auf dem Heimweg vom Osterurlaub an der See nach Warendorf in Westfalen, als bei Oldenburg das sechs Kilogramm schwere hölzerne Geschoss die Windschutzscheibe des Wagens zertrümmerte und die Mutter auf dem Beifahrersitz tötete.
Der 36-jährige Familienvater am Steuer des Wagens habe nur einen lauten Knall wahrgenommen und sei fürchterlich erschrocken, berichtete die Polizei. Die ganze Familie erlitt einen schweren Schock. Körperlich blieben der Ehemann der Getöteten und die siebenjährige Tochter auf der Rückbank aber unverletzt. Der ebenfalls hinten sitzende neunjährige Sohn zog sich durch Splitter eine leichte Schnittverletzung unter dem rechten Auge zu.
Die Frau starb nach Darstellung der Polizei noch an der Unfallstelle auf der Autobahn 29 nahe dem Kreuz Oldenburg-Nord. Ein Notarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Die Familie sei direkt von Seelsorgern und Ärzten des Deutschen Roten Kreuzes betreut und nach Hause gefahren worden. Die Helfer kümmerten sich auch weiterhin um sie.
Bereits im November 2000 hatten Unbekannte einen 40 Kilogramm schweren Findling von einer Brücke bei Oldenburg auf eine Autobahn geworfen. Der Stein schlug in ein Auto ein, nur 20 Zentimeter neben dem Fahrer.
Von Autobahnbrücken geworfene Gegenstände haben schon viele Menschen getötet: Schwerste Folgen hatten die Steinwürfe von drei US-amerikanischen Schülern von einer Autobahnbrücke bei Darmstadt im Februar 2000. Die Schüler töteten damit innerhalb kurzer Zeit zwei Frauen. Als Tatmotiv gaben sie Langweile und Erlebnishunger an. Sie bekamen sieben bis achteinhalb Jahre Haft.
1995 warf ein 20-Jähriger bei Eberswalde in Brandenburg einen 20 Kilogramm schweren Feldstein auf einen polnischen Lastwagen und tötete den Beifahrer. 1993 tötete ein 15-jähriger Schüler bei Kirchhellen im Ruhrgebiet einen 19-Jährigen mit einem aufs Auto geworfenen Betonklotz.

Quelle: n-tv
Starbuck
Ob solche Vollärsche jemals begreifen werden, was sie angerichtet haben?! Ich bin gespannt, was die von sich geben, wenn sie erwischt worden sind. Es ist einfach unglaublich - ich kann nicht begreifen, wie bescheuert man sein muss, so ein Teil (oder irgendwas anderes) von einer Brücke auf fahrende Autos zu schmeißen!!! Ich möchte gar nicht wissen, wieviel aus 6 kg Holz werden kann unter diesen Umständen!

Wahrscheinlich waren's wieder mal minderjährige, besoffene Bubis, die man ja nach Jugendstrafrecht nicht einbuchten kann/darf/will... wand Teufel Teufel Teufel
dannevang
Nun lese ich in Sat-1 Text das einige Idioten es nachgemacht hat.

So sollen 3 Kinder in Kempen, Allgäu, Atos mit einem Lehmklumpem beworfen haben. Teufel Teufel Teufel
Terz
Brücken-Teufel gesteht

Der tödliche Holzklotz-Wurf auf einer Autobahnbrücke bei Oldenburg ist aufgeklärt. Ein 30-Jähriger gestand, einen sechs Kilo schweren Klotz auf ein fahrendes Auto geworfen zu haben. Dabei starb am Ostersonntag eine zweifache Mutter.

Am Mittwoch verhafteten Beamte der Sonderkommission „Brücke“ den Verdächtigen. Ihm wird Mord und vorsätzlicher gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. Haftgründe seien die Schwere der Tat und aus der dafür drohenden Strafe resultierende Fluchtgefahr.
Nach Informationen von FOCUS Online handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Deutsch-Russen aus Kasachstan. Die „Westfälischen Nachrichten“ berichteten, dass der Mann unmittelbar nach der Tat gegenüber der Polizei als Zeuge erstmals von dem Holzklotz-Fall berichtet haben soll. Bei einer Prüfung dieser Aussage entdeckten die Beamten angeblich Widersprüche, die der 30-Jährige in einer weiteren Vernehmung nicht entkräften konnte.
Die Kommission war bislang rund 700 Hinweisen nachgegangen. Zuletzt stand das Ergebnis der Analyse des sechs Kilogramm schweren Holzklotzes durch das Landeskriminalamt Hannover aus. Anfang April hatte die Polizei das Phantombild einer verdächtigen vier- bis fünfköpfigen Gruppe von Jugendlichen veröffentlicht. Die Gruppe soll sich nach Zeugenaussagen zur Tatzeit auf der Brücke an der A 29 aufgehalten haben. Der Fall war auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ gezeigt worden. Daraufhin hatte die Soko mehrere Hinweise auf Personen bekommen.

AP/dpa

EDIT: Exclusiv Interview mit dem Holzklotz-Mörder
ebbelheinz
Das ist ein polizeilicher Trick. Jetzt werden lt. Medienmeldungen ganz zufällig nämlich die "Jugendlichen" als Zeugen gesucht, die den Mann auf der Brücke gesehen haben sollen. Vorgeblich, um den Tathergang vollumfänglich aufzuklären. Daß der Kerl sich damals in "Widersprüche" verstrickt habe, fällt der Polizei also erst jetzt auf? Das ist doch seltsam.

Der drogenabhängige Kerl ist nichts weiter als ein Köder, um die wahren Täter, nämlich die besagte Gruppe Jugendliche zu ermitteln.

Da würde ich jetzt mal hundert Euro drauf wetten.
Mario Lustich
Und ich würde hundert euro dagegen wetten.

Das das ein polizeilicher Trick ist Meiner Meinung nach Quatsch.
Danni
Ich stimme Mario da zu )wow, dass ich das mal schreiben würde hätte ich nie gedacht^^)

Ich bin mir sehr sicher, dass sie den richtigen haben...
ebbelheinz
Es gibt Neuigkeiten:

http://www.focus.de/panorama/welt/holzkl...aid_307099.html
http://fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?em_cnt=1347105

Aus der FR:

Zitat:
Der mutmaßliche Täter im Fall der tödlichen Holzklotz-Attacke von Oldenburg (Niedersachsen) will nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" sein Geständnis widerrufen. [...]

Nach Angaben der Anwälte wurde ihr Mandant am 21. Mai nicht als Beschuldigter, sondern als Zeuge befragt. Zudem sei der Heroinabhängige unter Entzugserscheinungen verhört worden. Die Ersatzdroge Methadon sei ihm erst nach dem vermeintlichen Geständnis gegeben worden.

Die beiden Rechtsanwälte kritisierten ferner, dass Bodenproben, die die Herkunft des Holzklotzes belegen sollten, umgetütet wurden. Dadurch seien wichtige Asservate verändert worden, berichtet "Focus" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf die Rechtsvertreter des 30-Jährigen.


Der Lockvogel hat seinen Dienst (leider erfolglos) getan, jetzt muß er Schritt für Schritt öffentlich resozialisiert werden. Die "Beweise" werden forensisch angezweifelt und entkräftet, sein Geständnis wird als geistige Verwirrung definiert und in einigen Wochen gilt er wieder als unschuldig.

Ich halte meine (virtuelle) Wette. Der Kerl ist ein Lockvogel, um "die Jugendlichen" zu ermitteln.